Politik

Trümmer über 250 Meter verteilt Zwei Krater unter Nord-Stream-Pipeline entdeckt

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Ende September waren nach Explosionen in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm vier Lecks an den Pipelines entdeckt worden.

(Foto: dpa)

Bei Untersuchungen an den zerstörten Nord-Stream-Pipelines werden zwei mehrere Meter tiefe Krater auf dem Meeresboden unter einer der Röhren entdeckt. Laut ersten Untersuchungsergebnissen ist Nord Stream 1 auf einer Länge von Hunderten Metern zerstört. Die genaue Ursache ist aber weiter unklar.

Einen Monat nach den Beschädigungen an der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 1 haben nach Angaben der Betreiber Experten erste Untersuchungsergebnisse vorgelegt. In einem Abschnitt in schwedischem Gewässer seien drei bis fünf Meter tiefe Krater auf dem Meeresboden entdeckt worden, zwischen denen die Pipeline zerstört sei, teilte die Nord Stream AG mit.

Die Krater seien etwa 248 Meter voneinander entfernt. Trümmerteile der Leitung seien in einem Umkreis von mindestens 250 Meter verteilt. Die Daten würden weiter untersucht.

Die Betreiber hatten ein Spezialschiff zu einer der Stellen in schwedischem Gewässer geschickt, wo Lecks vermutet wurden. Sowohl Dänemark als auch Schweden sind zu dem Schluss gekommen, dass mehrere Lecks an den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 durch Explosionen verursacht worden sind.

EU und NATO gehen von Sabotage aus

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Wer dahinter stecken könnte, ist bislang ungeklärt. Unter anderem die EU und die NATO gehen dabei von Sabotage aus. Russland hatte zuletzt Großbritannien beschuldigt, an einem "Terroranschlag" gegen die Pipelines beteiligt gewesen zu sein. Großbritannien hatte mit Empörung auf die Anschuldigungen reagiert und diese zurückgewiesen.

Durch die Pipeline hatte Russland bis zum Lieferstopp Gas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere europäische Länder gepumpt. Die beiden Doppelstränge von Nord Stream 1 und 2 verlaufen von Russland bis nach Lubmin im Nordosten Deutschlands.

Quelle: ntv.de, kst/rts/dpa

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