Politik

"Sie sollten wir nie vergessen" Merkel erinnert an Opfer der DDR-Diktatur

Beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel rückt Bundeskanzlerin Merkel die Opfer der Diktatur in der DDR in den Fokus. Sie solle man auch einem "Tag der Freude" nicht vergessen. Merkel betonte jedoch auch, dass die Einheit der Deutschen noch nicht vollendet ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel an die Opfer der SED-Diktatur in der DDR erinnert. "Sie sollten wir nie vergessen. Auch an einem Tag der Freude wie heute nicht", sagte die CDU-Politikerin. 30 Jahre nach dem Mauerfall bezeichnete sie die Geschehnisse in der DDR im November 1989 als "Revolution im Geist der Freiheit".

Merkel hob gleichzeitig die Leistungen der Ostdeutschen bei der Überwindung der Diktatur und bei der Wiedervereinigung Deutschlands hervor. Die friedliche Revolution von 1989 sei gelungen, weil sich die Menschen "die Mündigkeit nicht mehr länger vorenthalten lassen wollten", sagte sie in Kiel.

Seit der Wiedervereinigung sei viel erreicht worden. Dennoch verbänden viele Ostdeutsche den Prozess heute nicht nur mit positiven Erfahrungen. Sie verwies auf die Brüche, die viele erlebt hätten, "als auf die Last der Teilung die Wucht der Einigung folgte". Dies müsse auch bei der Betrachtung im Westen berücksichtigt werden.

Auch heute sieht Merkel die Einheit der Deutschen als noch nicht vollendet an. "Die staatliche deutsche Einheit - sie ist vollendet. Die Einheit der Deutschen, ihr Einigsein, das war am 3. 0ktober 1990 noch nicht vollendet, und das ist es bis heute nicht", sagte Merkel. Die deutsche Einheit sei kein Zustand, sondern ein fortwährender Prozess und ständiger Auftrag. Es gehe um den Zusammenhalt aller in unserem Land lebenden Menschen, sagte Merkel.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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