Politik

Wenn keine GroKo zustande kommt Merkel erwägt Minderheitsregierung

4a745d8bc01714d8ba1807c7065e8acc.jpg

(Foto: REUTERS)

Immer noch besser als Neuwahlen: Bundeskanzlerin Merkel würde laut einem Bericht auch in eine Minderheitsregierung gehen, wenn die Gespräche mit der SPD nicht in eine Koalition münden.

CDU-Chefin Angela Merkel hat intern signalisiert, notfalls auch eine Minderheitsregierung führen zu wollen. Dies gelte unter der Voraussetzung, dass Gespräche über die Neuauflage einer großen Koalition mit der SPD nicht erfolgreich seien, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Parteikreise. Demnach sagte Merkel im Parteivorstand, dass sie eine Minderheitsregierung nicht anstrebe, diese im Vergleich zu Neuwahlen aber immer noch die bessere Alternative wäre.

Die Kanzlerin hatte in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass sie eine stabile Regierung wolle und deswegen nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung eine Neuauflage der großen Koalition anstrebe. Eine vorgezogene Neuwahl will Merkel unbedingt vermeiden. Für den 10. Dezember berief die Parteichefin die Vorstandsmitglieder zu einer Wahlnachlese ein.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, sicherte der Kanzlerin und Parteichefin die volle Rückendeckung zu, trotz teilweise harter JU-Kritik am vergangenen Wochenende. "Angela Merkel ist für die Junge Union die starke Kandidatin für das Amt der nächsten Bundeskanzlerin und als Parteivorsitzende, egal, ob es zur Neuauflage einer Großen Koalition oder zur Minderheitsregierung kommt", sagte Ziemiak dem Redaktionsnetzwerk.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa