Politik

Nach Weihnachten wieder Lockdown Merkel erwägt schon Maßnahmen bis Januar

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Merkels Plan: Zu Weihnachten wird gelockert, danach geht's wieder in den Teil-Lockdown.

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Der Teil-Lockdown im November soll die zweite Corona-Welle brechen. Gelungen ist das bislang nur teilweise, täglich gibt es zuweilen noch immer mehr als 20.000 Neuinfektionen. Daher will Kanzlerin Merkel Berichten zufolge die schärferen Maßnahmen bis 2021 verlängern.

Bis Ende November gelten die Corona-Maßnahmen im Teil-Lockdown, doch die Infektionszahlen bleiben weiter auf einem hohen Niveau. Entsprechend soll Kanzlerin Angela Merkel bereits längerfristige Corona-Beschlüsse ins Auge fassen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer der Unions-Fraktionssitzung vom Dienstag berichtet. Demnach soll bereits am kommenden Mittwoch eine Strategie für den Winter beschlossen werden, perspektivisch bis Januar.

Zu Weihnachten wolle Merkel laut "Bild"-Zeitung den Menschen "wieder ein gewisses Maß an Freiheit geben". Der Jahreswechsel hingegen werde Bund und Länder vor "sehr, sehr schwierige Entscheidungen" stellen. Das Gleiche gelte auch für den Winterurlaub in Skigebieten. Zu Silvester dürfe nicht alles wieder eingerissen werden, indem etwa die Ski-Saison in Österreich ganz normal stattfinde, soll Merkel in der Sitzung erklärt haben.

Ein schnelles Ende des Teil-Lockdowns wird also unwahrscheinlicher. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder machte erneut deutlich, dass Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus seiner Sicht noch unrealistisch seien. Man dürfe eine beginnend erfolgreiche Therapie nicht zu früh abbrechen - es müsse austherapiert werden. Söder sagte, es sei zwar gelungen, die Corona-Welle zu brechen. "Der exponentielle Anstieg ist gebremst", sagte er. "Aber es geht nicht wirklich runter."

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Indes habe Merkel große Hoffnungen auf eine schnelle Zulassung eines Impfstoffes gemacht. Die Kanzlerin rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Mittels in Europa, wie sie nach Video-Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte. In den USA stellten Pfizer und Biontech gerade einen Antrag auf Zulassung.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist an diesem Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden.

Quelle: ntv.de, mba/dpa