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Künftiger Trump-Gegenkandidat? Michael Bloomberg ist wieder US-Demokrat

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Der Trump-Kritiker Michael Bloomberg kehrt zu den US-Demokraten zurück.

imago/Hannelore Förster

Die US-Demokraten haben einen prominenten Rückkehrer. Nach einem Intermezzo bei den Republikanern und anschließender Parteilosigkeit wechselt Michael Bloomberg die Seite. Damit heizt der Milliardär Spekulationen um eine Kandidatur fürs Präsidentenamt an.

Der ehemalige Bürgermeister der US-Metropole New York, Michael Bloomberg, kehrt in den Schoß der Demokraten zurück. Der Milliardär und Kritiker von US-Präsident Donald Trump teilte über soziale Medien mit, sich nach mehreren Jahren als Unabhängiger und als Republikaner wieder als Demokrat ins Wählerregister eingetragen zu haben.

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Die Demokraten seien wichtig für die gegenseitige Kontrolle, "die unser Land so dringend benötigt", begründete er den Schritt. In entscheidenden Phasen der US-Geschichte seien es stets die Demokraten oder die Republikaner gewesen, die "als Bollwerk dienten gegen diejenigen, die unsere Verfassung bedrohen".

In den vergangenen Jahren war immer wieder spekuliert worden, Bloomberg könnte für das Präsidentenamt kandidieren. Im August hatte der "Guardian" berichtet, der 76-Jährige erwäge, 2020 für die Demokraten in die Wahl zu ziehen.

Mehrere Nadelstiche gegen Trump

Bloomberg hatte seine politische Karriere ursprünglich als Demokrat begonnen. Nach mehreren Jahren wechselte er jedoch im Jahr 2000 zu den Republikanern, bevor er 2001 als Kandidat für den Bürgermeisterposten in der größten US-Stadt antrat. 2007 trat er bei den Republikanern aus und wurde parteiunabhängig. Nach drei Amtszeiten als New Yorker Bürgermeister gab er den Posten 2013 ab.

Bloomberg ist Gründer und Chef eines nach ihm benannten Medienunternehmens. Das Magazin "Forbes" schätzt sein Vermögen auf 51,8 Milliarden Dollar. Mit seinem Geld hat er eine Reihe liberaler Anliegen unterstützt wie den Kampf gegen den Klimawandel oder Waffengewalt. Zuletzt hat er insgesamt 100 Millionen Dollar an die Demokraten gespendet, um ihnen dabei zu helfen, Trumps Republikaner bei der Kongresswahl im November zu schwächen.

Quelle: n-tv.de, cri/rts

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