Politik

Dschihadisten in Syrien Mißfelder will USA bei Luftschlägen helfen

47069822.jpg

Ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Awacs beim Start vom Stützpunkt Geilenkirchen in NRW. Luftüberwachung wäre eine Möglichkeit, wie Deutschland die USA in Syrien unterstützen könnte.

(Foto: picture alliance / dpa)

US-Präsident Obama hat Luftschläge gegen die Dschihadisten in Syrien und im Irak angekündigt. Sollten die USA Deutschland um Hilfe bitten, "dann sollten wir darauf positiv eingehen", sagt der CDU-Politiker Philipp Mißfelder.

44095253.jpg

Offen für eine Bundeswehr-Beteiligung an Luftschlägen: Philipp Mißfelder.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder hat sich für eine Beteiligung der Bundeswehr an den US-Luftangriffen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ausgesprochen. Wenn es eine entsprechende Anfrage der USA gebe, "dann sollten wir auf die Bitten der Amerikaner auch positiv eingehen", sagte Mißfelder bei n-tv.

Wahrscheinlich werde sich eine Anfrage auf die Überwachung von Überflugrechten durch Awacs-Flugzeuge beziehen, so Mißfelder. "Das können wir leisten." Zugleich lobte der Bundestagsabgeordnete die Strategie der USA gegen die Dschihadistengruppe, die Präsident Barack Obama zuvor in einer Rede an die Nation dargelegt hatte.

"Ich denke, dass Obama richtig gehandelt hat, ich glaube aber auch, dass es höchste Zeit war, dass die Amerikaner so handeln." Hätten die USA nicht eingegriffen, dann wäre Kurdistan längst von IS-Kämpfern "überrannt" worden, so Mißfelder. Die Dschihadistenmiliz - die auch unter dem Kürzel "Isis" bekannt ist - nannte er "die gefährlichste Terrororganisation der Welt".

Mißfelder räumte ein, dass die völkerrechtlich Bewertung von Luftschlägen gegen den IS in Syrien wesentlich komplizierter sei als im Irak. "Das ist eben die Krux in Syrien, dass man es dort mit einem gefährlichen Diktator zu tun hat, der sehr viele Menschen in seinem eigenen Land getötet hat." Man dürfe jedoch nicht ignorieren, dass die Terrorgruppe in Syrien ihren Ursprung und dort noch immer einen Rückzugsort habe. "Das ist brandgefährlich für die Region und auch für uns, denn es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis Isis-Kämpfer sich auch auf den Weg nach Europa machen."

Mehr als 400 deutsche Staatsbürger seien von der Terrorgruppe in Syrien ausgebildet worden. "Das ist brandgefährlich für uns, denn Deutschland ist ein offenes Land, unsere Grenzen sind verhältnismäßig offen, so dass es auch passieren kann, dass Terrorverdächtige zu uns kommen und vielleicht hier auch Anschläge planen."

Quelle: ntv.de, hvo