Politik

Gefährliche Krawalle in Leipzig Mob greift Polizei und Feuerwehr an

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Bereits im September hatten Polizei und Feuerwehr sich mit brennenden Straßenbarrikaden im links-alternativen Stadtteil Connewitz beschäftigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Leipzig stehen in den vergangenen Wochen wiederholt Baustellen in Flammen. Auch an diesem Wochenende müssen Polizei und Feuerwehr nachts ausrücken. Im Einsatz stehen sie plötzlich einem gewalttätigem Mob gegenüber.

Im alternativ geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz haben Unbekannte eine Baustelle in Brand gesetzt und dann die alarmierten Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen. Zwei Beamte seien dabei in der Nacht zum Samstag verletzt worden, teilt die Polizei mit. Das Polizeiliche Terrorismus- und Abwehrzentrum des Landeskriminalamts Sachsen soll die Ermittlungen übernehmen. Die Polizei will derzeit keine Angaben dazu machen, aus welchem politischen Lager die Angreifer stammen.

Die Einsatzkräfte waren zunächst gegen Mitternacht zu dem Brand gerufen worden. Nachdem das Feuer gelöscht war, zogen sich Polizei und Feuerwehr wieder zurück. Anschließend wurde laut Polizei erneut ein Brand gelegt. Die Einsatzkräfte kehrten zurück - dieses Mal wurden sie aus einer Gruppe von etwa 50 Menschen heraus mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Bei dem Angriff habe ein Polizist ein Knalltrauma erlitten, eine Beamtin sei durch eine geworfene Flasche verletzt worden, sagt die Polizei. Mehrere Streifenwagen seien beschädigt worden. Auch nach dem Einsatz brannten in der Umgebung der Baustelle nach Angaben der Polizei noch Container.

Die Angreifer konnten im Schutz der Dunkelheit flüchten. Die Polizei konnte dennoch vor Ort einen 32 Jahre alten Mann festnehmen, der Flaschen geworfen haben soll. Mehrere Menschen, welche die Löscharbeiten stören wollten, wurden des Platzes verwiesen.

In Leipzig hat es in den vergangenen Wochen wiederholt auf Baustellen gebrannt. So gingen etwa in der Nacht zum 3. Oktober drei Kräne in Flammen auf. "Hier sind Extremisten am Werk", hatte Oberbürgermeister Burkhard Jung vor eineinhalb Wochen gesagt.

Quelle: ntv.de, chr/dpa