Politik

Amtsinhaberin Raggi abgewählt Müllkrise kostet Roms Bürgermeisterin das Amt

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Virginia Raggi verliert das Bürgermeisteramt in Rom.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Noch ist nicht klar, wer neuer Bürgermeister in Rom wird. Sicher ist dagegen, dass Amtsinhaberin Raggi bei den Kommunalwahlen nur auf dem dritten Platz landet. In den vergangenen fünf Jahren schaffte sie es nicht, die Müllberge in Italiens Hauptstadt verschwinden zu lassen.

Bei den Kommunalwahlen in Italien haben die Sozialdemokraten in den großen Städten Erfolge gefeiert. In Mailand setzte sich der Mitte-Links-Kandidat Giuseppe Sala als Amtsinhaber dank der absoluten Mehrheit schon im ersten Wahlgang deutlich durch, wie die Auszählung am Montagabend nach zwei Wahltagen ergab.

In Neapel wurde der frühere Minister Gaetano Manfredi ebenfalls bereits in der ersten Runde gewählt wie auch Matteo Lepore in Bologna. In Turin lag der Mitte-Links-Kandidat Stefano Lo Russo vor seinem Mitte-Rechts-Rivalen, muss aber in die Stichwahl in zwei Wochen. Auch in der Hauptstadt Rom wird der nächste Bürgermeister erst in der zweiten Runde zwischen dem Mitte-Rechts-Kandidaten Enrico Michetti und seinem sozialdemokratischen Kontrahenten, dem früheren Finanzminister Roberto Gualtieri, entschieden.

Nur auf Platz drei landete die amtierende Bürgermeisterin Virginia Raggi, die 2016 als erste Frau an der Spitze Roms gewählt worden war. Die Kandidatin der insgesamt schwächelnden Fünf-Sterne-Bewegung wurde damit abgewählt. In der Hauptstadt Rom zählte bei der Wahl die Müllkrise zu den beherrschenden Themen. Die für ihren Kampf gegen die Mafia bekannte Politikerin von der Anti-Establishment-Partei hatte es in den vergangenen fünf Jahren nicht geschafft, die Müllberge verschwinden zu lassen, die zahlreiche Tiere wie Wildschweine in die Innenstadt locken. Das US-Magazin "Time Out" hatte Rom im September mit New York und Bangkok zu den schmutzigsten Städten der Welt gezählt.

Neben den Kommunalwahlen wurde in Kalabrien auch die Regionalregierung gewählt, dabei setzte sich Mitte-Rechts durch. Der frühere Ministerpräsident Enrico Letta feierte zudem einen persönlichen Erfolg: Der Parteichef der Sozialdemokraten errang bei einer außerplanmäßigen Wahl in Siena einen Sitz im Parlament und kehrt nach sechs Jahren Pause in die Abgeordnetenkammer zurück.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/dpa

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