Politik

Milliardenschäden durch Flut NRW erwartet 100.000 Anträge auf Hilfen

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Das Land Nordrhein-Westfalen rechnet mit bis zu 100.000 Anträgen auf Finanzhilfen infolge der Flut.

(Foto: picture alliance / Flashpic)

Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind massiv von den Fluten im Juli betroffen. Bund und Länder wollen helfen und stellen viel Geld zur Verfügung. Allein in NRW werden 100.000 Anträge auf Finanzhilfen erwartet. Die ersten Anfragen können wohl in wenigen Wochen gestellt werden.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung rechnet nach der Hochwasserkatastrophe mit bis zu hunderttausend Anträgen von Bürgern auf Finanzhilfen aus dem von Bund und Ländern aufgelegten Aufbaufonds. Für den Bereich "Privatschäden" werde mit 80.000 bis 100.000 Anträgen allein in ihrem Bundesland kalkuliert, sagte Bau- und Kommunalministerin Ina Scharrenbach. Dazu kommen nach Einschätzung der Regierung etwa 11.500 Anträge auf finanzielle Wiederaufbauhilfen von flutbetroffenen Unternehmen.

Das Antragsverfahren werde Nordrhein-Westfalen voraussichtlich am 13. September eröffnen, sagte Scharrenbach weiter. Für den 10. September ist die abschließende Entscheidung des Bundesrats geplant, womit das Gesetzgebungsverfahren auf der Bundesebene beendet wäre. Das Land Nordrhein-Westfalen bereitet laut Regierung parallel die Förderrichtlinien für den Fonds vor.

Geplant ist laut Scharrenbach nach derzeitigem Stand, das Antragsverfahren am Montag nach der Bundesratsentscheidung zu starten. Das wäre der 13. September. Es werde außerdem bereits gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen und Städten an den organisatorischen Vorbereitungen für den zu erwartenden großen Ansturm von Antragstellern gearbeitet, ergänzte die Ministerin.

Laschet: "Wiederaufbau historische Aufgabe"

Ministerpräsident Armin Laschet sprach von einem "Signal" an die Bürger und Kommunen. Laut diesem Zeitplan werde binnen zwei Monaten nach der Katastrophe mit dem Wiederaufbau begonnen. Dieser sei eine "historische Aufgabe", sagte der Regierungschef.

Mitte Juli hatten extreme Regenfälle verheerende Überflutungen an Flussläufen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Ganze Orte wurden verwüstet, etwa 180 Menschen starben. Nach der Katastrophe brachten Bund und Länder einen Wiederaufbaufonds mit 30 Milliarden Euro auf den Weg. Bereits verfügbar sind außerdem Soforthilfen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro sowie sehr zinsgünstige Überbrückungskredite staatlicher Förderbanken.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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