Politik

Brandenburg, NRW, Deutschland? Nahles ist für Impfpflicht gegen Masern

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"Ich finde es richtig, bei sehr ansteckenden Krankheiten wie Masern eine Impfpflicht einzuführen", sagt SPD-Chefin Andrea Nahles.

(Foto: dpa)

Masern sind hochansteckend, gefährlich und breiten sich derzeit weltweit rapide aus. Der Grund: Etliche Kinder und Erwachsene sind nicht geimpft. Längst ist eine Debatte über eine Impf-Verpflichtung entbrannt, die nun immer mehr Zuspruch von hohen Politikern bekommt.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles unterstützt das Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU, Masern-Impfungen für Kita- und Schulkinder zur Pflicht zu erklären. "Ich finde es richtig, bei sehr ansteckenden Krankheiten wie Masern eine Impfpflicht einzuführen", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung".

Es gehe dabei nicht nur um die Gesundheit der Kinder, sondern auch älterer Menschen mit geschwächtem Immunsystem. "Die individuelle Freiheit hat ihre Grenzen dort, wo sie die Gesundheit vieler anderer gefährdet", erläuterte sie. "Und das ist hier eindeutig der Fall: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Weigerung, sich gegen Masern impfen zu lassen, kürzlich immerhin zu einer der globalen Gesundheitsbedrohungen erklärt."

Masern sind hochansteckend und können in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen. Anfang Mai wird ein Vorschlag Spahns für eine Impfpflicht erwartet. Bei den Ländern gibt es derzeit keine einheitliche Position.

Der Brandenburger Landtag war vorgeprescht und hatte die Landesregierung mit breiter Mehrheit aufgefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass bis zu einer bundesrechtlichen Lösung eine Impfung als Voraussetzung für den Besuch von Kitas und Tagespflege gilt. Andere Länder wollen den Vorschlag des Bundes abwarten. Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen angekündigt, eine Masern-Impfpflicht für Kindergartenkinder überprüfen zu wollen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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