Politik

Ex-SPD-Chefin hat neuen Job Nahles kümmert sich künftig um Post-Beamte

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Die Europawahl 2019 war der Anfang vom politischen Ende von Andrea Nahles.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Im Juni 2019 legt Andrea Nahles entnervt und zermürbt ihr Amt als Parteichefin der Sozialdemokraten nieder. In Kürze tritt die einstige Spitzenfrau der SPD offenbar einen neuen Job an. Zwar nicht im Finanzministerium, aber immerhin in der Nähe. Zumindest organisatorisch.

Fast ein Jahr nach ihrem Rücktritt als Partei- und Fraktionschefin der SPD übernimmt Andrea Nahles eine neue Aufgabe. Die 49-Jährige soll Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation werden, wie das Medien-Startup Media Pioneer in seinem neuen Newsletter berichtete.

Die Unterbehörde des Finanzministeriums mit rund 1400 Beschäftigten kümmert sich um die Versorgung der Beamten des früheren Staatsunternehmens Deutsche Bundespost. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur muss der Verwaltungsrat die Personalie Mitte Juni noch billigen. Nahles könnte dann zum 1. August beginnen. Das Amt ist auf fünf Jahre befristet.

Nahles war Anfang Juni 2019 nach dem historisch schlechten Abschneiden der SPD bei der Europawahl und zermürbender innerparteilicher Kritik von ihren Ämtern zurückgetreten. Zum 1. November 2019 hatte sie schließlich auch ihr Bundestagsmandat niedergelegt. Nahles war von 2013 bis 2017 in der Großen Koalition Arbeitsministerin, danach wurde sie jeweils die erste Frau an der Spitze von Fraktion und Partei in der langen Geschichte der SPD.

Im Rennen um ihre Nachfolge beschrieb die neue Ko-Parteivorsitzende Saskia Esken im November die neue Rolle von Nahles in der Partei: "Auf der anderen Seite zeigt gerade Andrea Nahles jetzt, wie ehemalige Vorsitzende mit der Partei umgehen können. Sie ist mit vielen sicherlich weiterhin im persönlichen Gespräch - aber davon dringt nichts nach außen", sagte Esken dem SWR. "Sie gibt keine Ratschläge von der Seitenlinie und schon gar keine vergifteten Ratschläge, die wir von unseren anderen ehemaligen Vorsitzenden immer wieder hören."

Für ihren neuen Job erhält sie dem Bericht zufolge rund 150.000 Euro im Jahr - und führt die Geschäfte in eigener Verantwortung nach Maßgabe des Bundesministeriums der Finanzen. Ihr Vorgänger, der bisherige Präsident Andreas Hermes, solle nach seiner fünfjährigen Amtszeit eine Aufgabe im Finanzministerium bekommen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa