Politik

Bei Angriff des Nachbarn Nordkorea droht mit Atomwaffen

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Kim Yo Jong hatte bereits am Wochenende verbal gegen Südkoreas Verteidigungsminister geschossen.

(Foto: AP)

Der Ton zwischen Nord- und Südkorea verschärft sich. Am Freitag kündigt Südkorea an, präzise Luftschläge im Nachbarland durchführen zu können. Nun erklärt die Schwester von Kim Jong Un, ihr Land sei notfalls zu einem Atomschlag bereit.

Nordkorea kündigt an, bei einem Angriff aus Südkorea Atomwaffen gegen den Nachbarn einzusetzen. "Dies ist nicht nur eine Drohung. Dies ist eine detaillierte Erklärung unserer Reaktion auf eine mögliche rücksichtslose Militäraktion Südkoreas", sagte Kim Yo Jong, die mächtige Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, am Dienstag einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge. Der Süden könne dieses Schicksal vermeiden, indem er jeden "fantastischen Tagtraum" eines Präventivangriffs auf einen atomar bewaffneten Staat aufgebe.

Der südkoreanische Verteidigungsminister Suh Wook hatte am Freitag gesagt, sein Land verfüge über eine Reihe von Raketen mit deutlich verbesserter Reichweite, Genauigkeit und Leistung, die in der Lage seien, jedes Ziel in Nordkorea genau und schnell zu treffen. Kim Yo Jong bezeichnete diese Äußerung als "sehr großen Fehler". Pjöngjang lehne einen Krieg ab, der die Halbinsel in Trümmer legen würde, und betrachte Südkorea nicht als seinen Hauptfeind. Solle sich Südkorea jedoch aus irgendeinem Grund für die von Suh Wook "angepriesene Militäraktion als Präventivschlag" entscheiden, werde sich die Situation ändern und Südkorea werde selbst zum Ziel.

Nordkorea hat in diesem Jahr bereits ungewöhnlich viele und immer leistungsfähigere Raketen getestet. Südkorea und die USA befürchten, dass sich das Land darauf vorbereiten könnte, angesichts der festgefahrenen Verhandlungen zum ersten Mal seit 2017 auch wieder Atomwaffen zu testen.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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