Politik

Sicherheitsrat in Südkorea tagt Nordkorea feuert Raketen aus Mehrfachwerfer ab

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Kim Jong-un hat offenbar den nächsten Raketentest befohlen.

(Foto: dpa)

Das südkoreanische Militär meldet den nächsten Raketentest aus Nordkorea. Mehrere Flugkörper seien aufs offene Meer abgefeuert worden. Die selbsterklärte Atommacht Nordkorea hat seit Beginn des Jahres mit ihren Tests schon mehrfach gegen UN-Resolutionen verstoßen.

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs offenbar Raketen von einem Mehrfachraketenwerfer in Richtung offenes Meer abgefeuert. Es war demnach zunächst unklar, wie weit die mutmaßlichen Raketen flogen. Die südkoreanischen Streitkräfte seien weiter in Bereitschaft und beobachteten die Lage, teilte der Generalstab mit. Die selbsterklärte Atommacht Nordkorea hatte seit Beginn des Jahres schon mehrfach unter Verstoß gegen UN-Resolutionen Raketen getestet, die einen Atomsprengkopf tragen können.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass Nordkorea am Sonntagmorgen (Ortszeit) innerhalb einer Stunde anscheinend vier Schüsse aus einem Mehrfachraketenwerfer in Richtung Gelbes Meer abgegeben habe. Der Nationale Sicherheitsrat kam zu einer Dringlichkeitssitzung auf der Ebene von Vizeministern zusammen. Eine Sprecherin des Präsidialamts sprach dabei laut Medienberichten von "Projektilen kurzer Reichweite".

Nordkorea hatte Ende Februar und Anfang März zwei Raketentests unternommen, die nach Einschätzung der USA und Südkoreas im Zusammenhang mit der Arbeit Pjöngjangs an einem neuartigen Interkontinentalraketen-System stehen. Nordkorea selbst sprach von wichtigen Tests in der Entwicklung eines Erdbeobachtungssatelliten. Das Land entwickelt trotz Verbots durch die Vereinten Nationen seit Jahren Raketen mit den unterschiedlichsten Reichweiten, die auch einen Atomsprengkopf befördern können.

Erst vergangene Woche hatte das Land vermutlich eine interkontinentale Rakete abgefeuert, die allerdings nach Angaben aus Seoul kurz nach dem Start explodierte. Das südkoreanische und das japanische Militär gingen am Mittwoch von einem fehlgeschlagenen Test eines neuen Interkontinentalraketen-Systems aus. Das Hwasong-17 wird von Experten als "Monster-Rakete" bezeichnet. Die spezialisierte Website NK News berichtete, der Start sei ein "katastrophaler Fehlschlag" gewesen: Ein rot gefärbter Rauchball sei im Zickzack über den Himmel gerauscht, Trümmerteile seien in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang niedergegangen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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