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Kritik an Außenminister Pompeo Nordkorea stellt Atomgespräche infrage

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US-Außenminister Pompeo warf Nordkorea "unberechenbares Verhalten" vor.

(Foto: AP)

Trotz der Treffen zwischen Trump und Kim kommen die Verhandlungen über eine Denuklearisierung Nordkoreas nicht voran. Nach Äußerungen von US-Chefdiplomat Pompeo spielt die Führung in Pjöngjang erneut mit dem Gedanken, die Gespräche zu beenden.

Nordkorea hat Äußerungen von US-Außenminister Mike Pompeo zum Anlass genommen, die Atomgespräche mit Washington infrage zu stellen. "Unsere Erwartungen an einen Dialog mit den USA schwinden allmählich und wir werden dazu gezwungen, alle unsere bisherigen Maßnahmen zu hinterfragen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA Vize-Außenminister Choe Son Hui. Pompeo hatte Pjöngjang zuvor "unberechenbares Verhalten" vorgeworfen. Eine solche Redeweise sei unangemessen, irritierend und beleidigend, erklärte Choe.

Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea über eine Denuklearisierung kommen derzeit nicht von der Stelle. Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Februar war ohne Ergebnis abgebrochen worden. Im Juni trafen sich Trump und Kim noch einmal in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Die Gespräche kamen aber nicht voran.

Zuletzt testete Nordkorea mehrfach Raketen. Vor einer Woche hatte das Regime in Pjöngjang Pompeo als "unverbesserliches Gift" bezeichnet und gelobt, weiterhin die "größte 'Bedrohung' für die USA zu bleiben". Grund waren Interview-Äußerungen Pompeos, wonach die Vereinigten Staaten an den Sanktionen festhielten, solange die kommunistische Führung ihr Atomwaffenprogramm nicht aufgibt.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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