Politik

Mindestens 24 Tote in Ostukraine OSZE bestätigt Einsatz verbotener Waffen

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Dieses Geschäft wurde bei heftigen Kämpfen am Mittwoch zerstört.

(Foto: dpa)

Es sind die heftigsten Kämpfe in der Ostukraine seit langem, mindestens 24 Menschen werden binnen eines Tages getötet. Und der Frieden scheint in weiter Ferne: Laut OSZE bewegen prorussische Separatisten schwere Artillerie ins Gebiet Donezk.

Nach den heftigsten Gefechten seit Monaten in der Ostukraine haben OSZE-Beobachter den Einsatz von verbotener Waffen im Kriegsgebiet bestätigt. Prorussische Separatisten hätten schwere Artillerie im Gebiet Donezk bewegt, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit.

Unter anderem waren dem Bericht zufolge mehrere Kampfpanzer und Armeelaster in Richtung Westen unterwegs. Die ukrainische Militärführung informierte die OSZE zudem darüber, einen Angriff der Aufständischen mit schweren Geschützen erwidert zu haben.

Die Rückkehr großkalibriger Waffen ins Frontgebiet ist ein Rückschlag für den Friedensplan von Minsk. In der weißrussischen Hauptstadt hatten sich die Konfliktparteien Mitte Februar auf den Abzug der Kriegstechnik von der Frontlinie geeinigt.

Heftigste Gefechte bei Marjinka

Im Donbass waren am Mittwoch massive Kämpfe ausgebrochen. Binnen 24 Stunden wurden mindestens 24 Menschen getötet. Wie ein Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, Juri Biriukow, auf seiner Facebook-Seite mitteilte, wurden bei Gefechten mit den prorussischen Aufständischen fünf Soldaten getötet. Ein Vertreter der selbstausgerufenen Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin, vermeldete über die Nachrichtenagentur der Rebellen den Tod von 14 Rebellenkämpfern und 5 Zivilisten.

Die heftigsten Gefechte gab es offenbar bei der Ortschaft Marjinka westlich von Donezk. Nach Darstellung des Außenministeriums wurden mindestens 10 Separatistenkämpfer getötet und mehr als 80 verletzt. Am Abend beruhigte sich die Lage nach OSZE-Angaben wieder.

Nach Darstellung der Regierung versuchen die pro-russischen Separatisten Stellungen der Armee bei Marjinka einzunehmen. Die Rebellen erklärten, sie hätten Marjinka nicht angegriffen. Vielmehr habe das Militär von den Rebellen gehaltene Gebiete bei Donezk unter Beschuss genommen.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP