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"Ich würde ihn gern treffen" Obamas Bruder will Trump wählen

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Malik Obama hat den gleichen Vater wie der US-Präsident.

(Foto: REUTERS)

An seinem Bruder stört ihn, dass der für die Homo-Ehe ist und den libyschen Diktator Muammar Gaddafi umgebracht hat. Im November will Malik Obama den Republikaner Donald Trump wählen – und dafür eigens aus Kenia anreisen.

Gute Nachrichten für Donald Trump: Selbst der Bruder von US-Präsident Barack Obama, Malik Obama, will den republikanischen Präsidentschaftskandidaten wählen. Wahrscheinlich sei er von Obama schlecht behandelt worden – "so wie jeder andere!", teilte Trump über sein Lieblingsmedium Twitter mit.

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Malik Obama ist nicht ganz die Art von Wähler auf die Präsidentschaftskandidaten in den USA normalerweise stolz sind. Das jedenfalls kann man der Meldung bei der "New York Post" entnehmen, auf die Trump sich offenbar bezieht. Die konservative Boulevardzeitung besuchte den 58-Jährigen, der ein Halbbruder des US-Präsidenten ist, in der kenianischen Kleinstadt Kogelo, in der er wohnt. Malik ließ sich für das Blatt sogar mit einer Baseballkappe aus Trumps Wahlkampfsortiment fotografieren.

"Ich mag Donald Trump, weil das, was er sagt, von Herzen kommt", sagt Malik in dem Artikel, der vom Sender Fox News übernommen wurde. "Make America Great Again" sei ein toller Wahlkampfslogan, so Malik. Er würde Trump gern mal treffen.

Nach Darstellung der "New York Post" war Malik Obama lange Demokrat, sei jedoch aus "tiefer Enttäuschung" über die Regierung seines Bruders Barack zu den Republikanern gewechselt. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, sei der Verzicht des FBI gewesen, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton anzuklagen. Clinton hatte als Außenministerin eine private Mail-Adresse und einen privaten Mail-Server benutzt, nicht, wie eigentlich vorgeschrieben, die sichere Mail-Adresse des US-Außenministeriums.

Mindestens drei Frauen

Die "New York Post" erklärt auch, warum Malik Obama überhaupt in den USA wählen darf: Malik habe eine Zeitlang im US-Bundesstaat Maryland gelebt und sei dort als Wähler registriert. Zur Präsidentschaftswahl wolle er in die USA reisen, um seine Stimme abzugeben. Diesem Artikel zufolge lebte Malik in den 1980er Jahren in den USA, wo er heiratete und sich später auch scheiden ließ.

Geheiratet hat er mittlerweile häufiger – er ist Muslim und hat mehrere Frauen. Wie viele, wollte er der "New York Post" nicht verraten. Das sei "persönlich", wird er zitiert. Die Zeitung schreibt, es seien mindestens drei.

Ihn störe an seinem Bruder auch, dass der Clinton den libyschen "Führer" Muammar Gaddafi umgebracht hat, den er als einen seiner besten Freunde bezeichnet. Noch mehr ärgert ihn Obamas Position zur gleichgeschlechtlichen Ehe. "Ich fühle jetzt wie ein Republikaner, weil sie nicht für die gleichgeschlechtliche Ehe stehen, und das gefällt mir", sagte er.

Ursprünglich scheinen Malik und Barack Obama ein gutes Verhältnis gehabt zu haben, beide waren füreinander Trauzeuge. Aber bereits 2015 gab Malik dem Filmemacher Joel Gilbert, der drei Jahre zuvor eine verschwörungstheoretische Dokumentation über Barack Obama gedreht hatte, ein Interview. Darin sagt Malik über seinen Halbbruder: "Er sagt das eine und macht das andere. Soweit es mich betrifft, war er kein aufrichtiger Mensch." Er sei von Barack enttäuscht, fühle sich "benutzt" und "verraten".

Quelle: n-tv.de, hvo

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