Politik

Spahn will Lehrpläne ändern Organspende soll Schulstoff werden

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Schon im Alter von 16 Jahren ist eine Entscheidung für die Organspende möglich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um mehr Organspender zu gewinnen, will das Gesundheitsministerium in den Schulen ansetzen. Ein Plan sieht vor, das Thema im Unterricht zu behandeln. Schließlich könnten sich schon Teenager für oder gegen eine Spende entscheiden.

Die Offensive von CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für mehr Organspenden in Deutschland soll auch in den Schulen Einzug halten. Ein unter Federführung der Deutschen Stiftung Organtransplantation erarbeiteter Initiativplan sieht laut einem Bericht der "Rheinischen Post" vor, das Thema langfristig in die Lehrpläne der Schulen aufzunehmen.

"Da eine Entscheidung gegen die Organspende mit der Vollendung des 14. Lebensjahres und die Entscheidung für die Organspende im Alter von 16 Jahren getroffen werden kann, ist es sinnvoll, bereits in der Schule mit der Aufklärungsarbeit zu beginnen", heißt es demnach in dem Plan. Auf diese Weise könnten mögliche Berührungsängste mit dem "mitunter tabuisierten Thema" frühzeitig verhindert oder abgebaut werden. Auch Migranten und Senioren sollen gesondert angesprochen werden.

Spahn sagte der "Rheinischen Post", eine "differenzierte Ansprache verschiedener Zielgruppen" helfe, die Organspende zu einer "Selbstverständlichkeit" zu machen. In der Diskussion um Organspenden wirbt der Gesundheitsminister für die sogenannte Widerspruchslösung. Demnach soll künftig jeder Bürger als Organspender gelten, solange er dem nicht ausdrücklich widerspricht.

Das Vorhaben ist aber nicht unumstritten. Ein konkurrierender Gesetzentwurf sieht vor, dass einer Organspende ausdrücklich zugestimmt werden muss. Am Mittwoch soll im Bundestag eine erste Debatte dazu stattfinden.

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Quelle: n-tv.de, aeh/AFP

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