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Die Kritik, dass die CDU nicht gerade als "Frauenpartei" bekannt ist, weist Altmaier zurück.
Die Kritik, dass die CDU nicht gerade als "Frauenpartei" bekannt ist, weist Altmaier zurück.(Foto: picture alliance / dpa)
Sonntag, 23. Juli 2017

Kämpfer für Frauenrechte: Peter Altmaier ist Feminist

Auf der W20-Frauenkonferenz will Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht mit fremden Federn schmücken und von sich behaupten, dass sie Feministin sei. Ihr Kanzleramtschef Peter Altmaier hat damit hingegen gar keine Probleme.

Kanzleramtschef Peter Altmaier sieht sich selbst als Kämpfer für Frauenrechte. "Ja, ich bin Feminist", sagte der Minister der "Bild am Sonntag". Frauen seien auch in Deutschland noch nicht komplett gleichberechtigt, beklagte er. "Im Parlament sitzen deutlich mehr Männer, in den Chefetagen der großen Firmen gibt es fast keine Frauen."

Die Kritik, dass die CDU nicht gerade als "Frauenpartei" bekannt ist, wies Altmaier zurück. Immerhin stelle sie die erste Bundeskanzlerin und strebe an, dass den Führungsgremien des Staates bis 2025 zu mindestens 50 Prozent Frauen angehören. Auch als Sommerurlaubslektüre hat sich Altmaier das Thema Frauenrechte vorgenommen. Er wolle die "Memoiren einer Idealistin" von Malwida von Meysenbug lesen. Sie war im 19. Jahrhundert eine der ersten Vertreterinnen der Frauenbewegung.

Anders als Altmaier war Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich bei einem Bekenntnis zum Feminismus deutlich zurückhaltender. Eine entsprechende Frage bei der internationalen W20-Frauenkonferenz in Berlin bringt Merkel zum Stottern. Während IWF-Chefin Christine Lagarde die Kanzlerin durch Händeklatschen zu einer Antwort ermunterte, sammelte Merkel ihre Gedanken.

Sie entgegnet schließlich, dass es zwischen ihr und Feministinnen "Gemeinsamkeiten und Unterschiede" gebe. Feministinnen wie Alice Schwarzer hätten in der Vergangenheit "schwere Kämpfe" ausgefochten, sagte die Kanzlerin. Da wolle sie nun nicht einfach herkommen und behaupten, sie sei Feministin.

Quelle: n-tv.de

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