Politik

Nach Verlassen der AfD Poggenburg gründet neue Partei

115545458.jpg

Seit 2016 ist Poggenburg Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt.

picture alliance/dpa

Aufgrund interner Differenzen verlässt André Poggenburg die AfD. Mit anderen Ex-Mitgliedern hat der 43-Jährige bereits eine neue Partei gegründet. Schon im Herbst sollen die "Patrioten" bei mehreren Landtagswahlen antreten.

Der ehemalige Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, hat eine neue Partei mit Namen "Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland" gegründet. Diese soll im Herbst bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg antreten, wie die Zeitung "Die Welt" berichtet. Am Donnerstag hatte Poggenburg seinen Austritt aus der AfD erklärt.

Die Differenzen mit der AfD-Parteiführung in Berlin hätten "letztlich ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, sodass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen", sagte Poggenburg der "Welt".

Seiner neuen Partei hätten sich noch weitere enttäuschte AfD-Mitglieder angeschlossen. Im Vorstand der neuen Partei sitzen demnach Egbert Ermer und Benjamin Przybylla, die bisher der sächsischen AfD angehörten.

Poggenburg gehört dem rechten Flügel der AfD an. Er trat im vergangenen März von seinen Ämtern als AfD-Landes- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt zurück. Zuvor hatte er in einer Aschermittwochsrede Mitglieder der Türkischen Gemeinde in Deutschland als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" diffamiert. Zuletzt wünschte er "den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019".

In der AfD gab es Berichten zufolge schon länger die Vermutung, dass Poggenburg eine möglichst starke Hausmacht aus der AfD führen und mit der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung vereinigen will. Poggenburg und auch Ermer haben seit Längerem enge Kontakte zu Pegida.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

Mehr zum Thema