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Washington sichert Beistand zu Polen kauft US-Raketenwerfer

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Für mehr als 400 Millionen Dollar bestellt Warschau in den USA neue Waffen.

(Foto: imago/StockTrek Images)

Polen ist Mustermitglied der Nato. In dem Land ist die Angst vor Russland groß. Zur Modernisierung seiner Streitkräfte bestellt Warschau nun bei den USA für einen dreistelligen Millionenbetrag neue Waffen.

Polen hat vor der Nahost-Konferenz einen Kaufvertrag für die Lieferung von 20 US-Raketenwerfern des Typs HIMARS unterschrieben. Sie werden laut Warschauer Verteidigungsministerium samt Munition bis 2023 schrittweise nach Polen geliefert. Die USA stünden an Polens Seite, versicherte US-Vizepräsident Mike Pence beim Vertragsabschluss in Warschau in Anwesenheit polnischer und US-Soldaten. Warschau sieht Washington als Sicherheitsgaranten in der Region an.

Der Waffendeal im Wert 414 Millionen US-Dollar sei ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der polnischen Armee und würde das Land sicherer machen, sagte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak.

Als eines von wenigen Mitgliedern der Nato erfüllt Polen das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel und gibt mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung aus. Seit der Ukrainekrise sorgen sich das Land und die Baltenstaaten um ihre Sicherheit. Zur Abschreckung Russlands verlegen die USA seit 2014 Einheiten im Rotationsverfahren dorthin. Auch die Nato hat durch die Entsendung von Truppen in die vier Länder ihre Präsenz an der Ostflanke des Militärbündnisses verstärkt.

Unterdessen warnte US-Außenminister Mike Pompeo beim Besuch eines Nato-Bataillons in Bemowo Piskie vor einer erneuten möglichen russischen Aggression. Russland habe große Pläne, seine Dominanz in Europa und auf der Weltbühne zu vergrößern, sagte er nach Angaben der Agentur PAP. Die USA und westliche Demokratien müssten alles in ihrer Macht stehende tun, um Angriffe wie den Einmarsch in der Ukraine zu stoppen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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