Politik

Proteste in Philadelphia Polizeischüsse führen zu Ausschreitungen

2020-10-27T135554Z_1954636704_RC21RJ9VJ9LK_RTRMADP_3_GLOBAL-RACE-USA-PHILADELPHIA.JPG

Die Demonstranten plünderten in der Nacht mehrere Geschäfte.

(Foto: REUTERS)

In Philadelphia erschießen zwei weiße Polizisten einen bewaffneten Schwarzen. Der Mann soll unter psychischen Problemen gelitten haben. Bei Demonstration nach dem Vorfall kommt es zu schweren Ausschreitungen. Das Weiße Haus kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Demonstranten an.

In den USA haben erneut tödliche Polizeischüsse auf einen Afroamerikaner teils gewaltsame Proteste ausgelöst. Bei Zusammenstößen mit Demonstranten in der Stadt Philadelphia wurden in der Nacht auf Dienstag rund 30 Polizisten verletzt, wie die Behörden mitteilten. Eine Beamtin erlitt einen Beinbruch, als sie von einem Pickup gerammt wurde. In der Großstadt im Osten der USA kam es zu Plünderungen.

Zwei weiße Polizisten hatten am Montagnachmittag einen mit einem Messer bewaffneten Schwarzen erschossen. Der Vorfall ist auf einem Handyvideo festgehalten. Dort ist zu hören, wie die Beamten den 27-Jährigen auffordern, das Messer wegzuwerfen. Als der als Walter Wallace identifizierte Mann seine Mutter wegstößt und auf die Polizisten zuläuft, eröffnen die Beamten das Feuer. Der 27-Jährige litt nach Angaben seiner Familie unter psychischen Problemen.

Nach den tödlichen Polizeischüssen gingen in Philadelphia hunderte Demonstranten auf die Straße. Es kam zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei. Das Weiße Haus drohte mit einer Entsendung von Bundespolizisten in die Stadt. "Präsident Trump wird keinerlei Gewalt gegen amerikanische Polizisten tolerieren", sagte die Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses, Alyssa Farah, im Sender Fox News. Es dürfe keine "Gesetzlosigkeit auf unseren Straßen" geben.

In den USA ist es nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in Minneapolis immer wieder zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Am Rande der meist friedlichen Demonstrationen kam es wiederholt zu Ausschreitungen. Trump, der in einer Woche zur Wiederwahl steht, nutzte das regelmäßig, um sich als "Präsident von Recht und Ordnung" in Szene zu setzen.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.