Politik

Ex-AfDler stört Sitzung Polizisten holen Abgeordneten aus Landtag

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Der Ex-AfD-Abgeordnete Fiechtner wird für drei Sitzungen ausgeschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein ehemaliges AfD-Mitglied liefert im Stuttgarter Landtag eine Posse, die erst mit dem Auftritt der Polizei endet. Der parteilose Abgeordnete bezeichnet das baden-württembergische Parlament als "Schwatzbude", bekommt das Wort entzogen und redet trotzdem minutenlang weiter.

In Baden-Württemberg ist der parteilose Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner nach Zwischenrufen und Provokationen von der Landtagssitzung am Mittwoch ausgeschlossen worden - und hat sich von der Polizei aus dem Saal führen lassen. Die Sitzung wurde deshalb kurz nach Beginn unterbrochen.

Der Ex-AfD-Politiker hatte zuvor kritisiert, dass Landtagspräsidentin Muhterem Aras von den Grünen den Parlamentarismus in Zeiten der Krise aushebele. Das Parlament verkomme zur Schwatzbude. Aras erteilte Fiechtner mehrere Ordnungsrufe, entzog ihm das Wort und schloss ihn schließlich aus der Sitzung aus. Fiechtner redete trotzdem zunächst mehrere Minuten am Pult weiter. Dann setzte er sich demonstrativ auf seinen Stuhl und weigerte sich, zu gehen.

Schließlich ließ er sich von hinzugeholten Polizisten aus dem Plenum führen. Fiechtner werde für drei Sitzungen ausgeschlossen, verkündete Aras im Anschluss. Auch die Abgeordneten Stefan Räpple und Wolfgang Gedeon hatten sich im Dezember 2018 nach mehreren Ordnungsrufen von der Polizei aus dem Landtag in Stuttgart führen lassen - ein historischer Eklat.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa