Politik

Weniger Dosen als erwartet Praxen bekommen J&J-Impfstoff erst später

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Wirbelt die Pläne der Impf-Kampagne etwas durcheinander: Johnson & Johnson liefert weniger Vakzin als angekündigt.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Der Impfkampagne in Deutschland droht der nächste Dämpfer: Pharmahersteller Johnson & Johnson liefert nicht wie erwartet. Die Arztpraxen bekommen das Vakzin deshalb erst später. Doch mithilfe eines anderen Impfstoffs kann die Lücke nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung überbrückt werden - vorerst.

Eine bevorstehende Lieferung des Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson nach Deutschland hat voraussichtlich einen geringeren Umfang als ursprünglich erwartet. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die erste Lieferung nach dem Johnson-&-Johnson-Lieferstart sei in Deutschland eingetroffen und werde an die Länder verteilt.

Nach einem Bericht des "Spiegels" sollten mit der zweiten Lieferung eigentlich 444.000 Dosen eintreffen nach gut 250.000 mit der ersten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte darauf hingewiesen, dass das Präparat von Johnson & Johnson nicht in der ersten Maiwoche in die Arztpraxen komme. "Dafür werden die Vertragsärzte mehr Impfstoff von Astrazeneca erhalten, so dass die angekündigte Liefermenge mit rund drei Millionen Dosen unverändert bleibt." Vertragsärzte können laut KBV für die kommende Woche rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und 1,4 Millionen von Astrazeneca bestellen.

Auch die "Rheinische Post" berichtete darüber. Der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, nannte in der Zeitung mit Blick auf Johnson & Johnson das Hin und Her unnötig. Die Impfkampagne könne einen Dämpfer bekommen. Für das gesamte laufende zweite Quartal haben die Hersteller laut Gesundheitsministerium insgesamt 80 Millionen Impfdosen zugesagt, davon sollen etwa 50 Millionen von Biontech/Pfizer kommen.

Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hatte am Freitag mitgeteilt, dass Biontech sehr zuverlässig liefere. Johnson & Johnson habe eine Lieferzusage von zehn Millionen Dosen fürs zweite Quartal gemacht. Das Ministerium erwarte, dass die Zusage eingehalten werde. "Die Impfdosen werden ab Mai in den Arztpraxen verimpft werden", so ein Sprecher.

Quelle: ntv.de, joh/dpa

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