Politik

Bilder mit Zigarren geleaktProiranische Gruppe hackt Mail-Account des FBI-Chefs

27.03.2026, 19:15 Uhr
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Machte in der Vergangenheit wohl auf Kuba Urlaub: Kash Patel. (Foto: picture alliance / Consolidated News Photos)

Nicht nur mit Raketen und Bomben verläuft der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Eine Teheran nahestehende Gruppe attackiert nun das Mail-Konto des FBI-Chefs Kash Patel. Dabei kommen interessante Bilder an die Öffentlichkeit.

Eine mit dem Iran in Verbindung stehende Hacker-Gruppe hat das private Mail-Konto des FBI-Chefs Kash Patel gehackt. Auf ihrer Website erklärte die Hacker-Gruppe "Handala Hack Team", Patel werde "seinen Namen nun auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Vertreter des US-Justizministeriums bestätigte, dass der Account gehackt wurde. Das im Netz veröffentlichte Material wirke authentisch, so der Sprecher.

Die Gruppe stellte verschiedene Bilder des Behördenchefs ins Internet. Darunter sind Aufnahmen, wie er an einer Zigarre riecht und eine solche raucht. Auch ein Spiegel-Selfie von Patel mit einer großen Flasche Rum ist unter den veröffentlichten Dateien. Auf einem der Bilder ist der FBI-Chef mit einer Statue des Autors Ernest Hemingway zu sehen, die in einer Bar in Havanna zu finden ist. Dies legt nahe, dass es sich bei den weiteren Aufnahmen ebenfalls um Bilder von einer Kuba-Reise handelt. Wann genau die Aufnahmen entstanden, ist nicht bekannt.

Die USA üben derzeit massiven Druck auf die Regierung des Karibikstaats aus. Trump hatte zuletzt einen zeitnahen Eingriff der USA ins kubanische Machtgefüge angedeutet und darüber gesprochen, den sozialistischen Staat "in irgendeiner Form zu übernehmen" oder zu "befreien". 

Hacker-Gruppe gehört wohl zu iranischem Geheimdienst

Die private Gmail-Adresse, in die sich Handala nach eigenen Angaben eingehackt hat, stimmt dem Bericht zufolge mit der Adresse von Patel überein. Eine von Reuters geprüfte Stichprobe des von den Hackern hochgeladenen Materials scheint eine Mischung aus privater und geschäftlicher Korrespondenz aus den Jahren 2010 bis 2019 zu enthalten.

Handala bezeichnet sich selbst als propalästinensische Hacker-Gruppe. Diese wird von Experten als Vorfeldorganisation der Cyber-Abteilung des iranischen Geheimdienstes zugeordnet.

Bereits Ende 2024 war Patel Opfer einer Cyberattacke, für die mutmaßlich eine proiranische Gruppe verantwortlich war. Ob die damalige Attacke erfolgreich war, ist nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, lme

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