Politik

Gespräche unterbrochen Protestler attackieren Sudans Militärrat

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Im Sudan dauern die Proteste unvermindert an und sollen sogar noch an Schärfe zunehmen, wenn es nach der Opposition geht.

(Foto: REUTERS)

Im Sudan ist die Lage weiter angespannt. Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber al-Baschir fordert die Opposition eine schnelle Machtübergabe in zivile Hände. Der regierende Militärrat deutet ein Entgegenkommen an. Doch den Protestierenden reicht dies nicht.

Im Sudan sind die Verhandlungen zwischen dem regierenden Militärrat und Vertretern der Demonstranten unterbrochen worden. Man habe sich für eine Eskalation der Demonstrationen entschieden, weil es der Militärrat mit einer Machtübergabe nicht ernst meine, sagte ein Sprecher der Bewegung bei einer Massenkundgebung in der Hauptstadt Khartum. Er rief zu neuen und stärkeren Protesten gegen das Militär in dem afrikanischen Krisenstaat auf.

Der Militärrat sei lediglich eine "Verlängerung" der Regierung des gestürzten autoritären Staatschefs Omar al-Baschir, sagte ein Sprecher weiter. "Wir rufen dazu auf, die Demonstrationen zu eskalieren und fortzusetzen, bis unsere Forderungen erfüllt werden."

Die Demonstranten fordern die sofortige Übergabe der Regierungsgeschäfte an eine Zivilregierung. Seit zwei Tagen liefen Gespräche zwischen Militärs und Vertretern der Protestbewegung. Dabei erklärte sich die Militärregierung bereit, die Macht an einen Zivilrat zu übergeben und bis Ende kommender Woche auf die Forderungen der Demonstranten einzugehen. Die Protestbewegung fordert eine schnellere Machtübergabe.

Am 11. April war der seit drei Jahrzehnten autoritär herrschende Staatschef al-Baschir nach monatelangen Massenprotesten vom Militär gestürzt und in ein Gefängnis gebracht worden. Ihm wird unter anderem Geldwäsche und Korruption vorgeworfen. Für eine Übergangszeit von maximal zwei Jahren wurde ein Militärrat eingesetzt.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/AFP

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