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Haftbefehl aus Spanien Puigdemont meldet sich bei belgischer Polizei

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Puigdemont widerspricht der spanischen Justiz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere katalanische Regionalpräsident Puigdemont begibt sich zur Polizei in Brüssel. Er habe sich aus freien Stücken dazu entschieden, heißt es in einer Erklärung. Zuvor hatte Spanien einen internationalen Haftbefehl gegen den Separatisten erneuert.

Charles Puigdemont hat sich bei der Polizei in Brüssel gemeldet, nachdem Spanien einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erneuert hatte. Puigdemont habe dies aus freien Stücken getan, hieß es in einer Erklärung seines Büros. Er widerspreche den Vorwürfen der spanischen Justiz.

Der frühere Separatistenführer war 2017 nach Belgien geflohen. Die spanische Justiz wirft ihm Aufruhr und Zweckentfremdung öffentlicher Gelder vor. Einem früheren Auslieferungsbegehren waren die belgischen Behörden nicht gefolgt.

Puigdemont war 2018 in Deutschland festgenommen worden, aber nach einigen Tagen Haft wieder freigekommen. Später hob das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht den Auslieferungshaftbefehl auf. Am Montag hatte die spanische Justiz den internationalen Haftbefehl reaktiviert.

Währenddessen hat in Katalonien ein Generalstreik aus Protest gegen die hohen Haftstrafen für neun Separatistenführer begonnen. Am Flughafen von Barcelona wurden mehrere Dutzend Flüge vor allem der Gesellschaften Iberia und Vueling gestrichen. Auch Hafenarbeiter und Angestellte der VW-Tochter Seat legten die Arbeit nieder; die große katalanische Supermarktkette Bonpreu blieb ebenfalls geschlossen.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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