Politik

"Notwendige" Maßnahmen ergreifen Putin beruft nach Drohnenangriffen Sicherheitsrat ein

Via Videokonferenz spricht der russische Präsident Wladimir Putin mit einem von ihm einberufenen Sicherheitsrat.

Via Videokonferenz spricht der russische Präsident Wladimir Putin mit einem von ihm einberufenen Sicherheitsrat.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Seit Anfang der Woche berichtet Moskau von Explosionen auf Militärflugplätzen und macht dafür Drohnen aus Kiew verantwortlich. Kreml-Chef Putin sieht die innere Sicherheit seines Landes bedroht und bespricht sich mit den zuständigen Behörden, um gegen die "terroristischen Handlungen" vorzugehen.

Kreml-Chef Wladimir Putin hat wegen mutmaßlich ukrainischer Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte in Russland nun den Sicherheitsrat seines Landes einberufen. Hochrangige Vertreter der Sicherheitsbehörden berieten mit Präsident Putin darüber, wie die "innere Sicherheit" des Landes gewährleistet werden könne, nachdem Moskau die Angriffe als Bedrohung eingestuft hatte, erklärte der Kreml.

Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte vor Reportern zudem, die Behörden würden "notwendige" Maßnahmen ergreifen, um das Land vor ukrainischen Angriffen zu schützen. "Natürlich ist die vom ukrainischen Regime offen erklärte Linie, solche terroristischen Handlungen fortzusetzen, eine Gefahr", sagte Peskow.

Zuvor hatte eine Drohne nach russischen Angaben einen Flugplatz in der an die Ukraine grenzenden russischen Region Kursk angegriffen. Der Gouverneur von Kursk, Roman Starowoit, erklärte, dabei sei ein Öltank in Brand geraten. Verletzt wurde demnach niemand. Zudem wurde nach einem Medienbericht am Dienstag auch in der benachbarten Region Baza eine militärisch genutzte Anlage mit Drohnen angegriffen.

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Videos aus der Industriestadt Kursk zeigten eine große Stichflamme im Bereich des Flughafens. Medienberichten zufolge geriet ein Ölreservoir in Brand. Der Flughafen wird seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland Ende Februar ausschließlich für militärische Zwecke genutzt. Für zivile Flüge ist er gesperrt.

Am Montag hatte Moskau Kiew bereits für Drohnenangriffe auf zwei Flugplätze weit im Landesinneren verantwortlich gemacht. Bei den Angriffen auf den "Djagilewo-Flugplatz in der Region Rjasan und den Engels-Flugplatz in der Region Saratow mit Drohnen sowjetischer Bauart" seien drei Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Zudem seien zwei Flugzeuge leicht beschädigt worden. Die beiden Luftstützpunkte liegen mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP

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