Politik

Teheran erhält UnterstützungPutin stellt sich hinter "tapferen und heldenhaften" Kampf des Iran

27.04.2026, 17:42 Uhr
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Putin empfängt seinen Gast in der Präsidentenbibliothek. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Im Krieg im Nahen Osten steht Russland felsenfest hinter dem Regime in Teheran. Machthaber Putin sieht einen Kampf des Landes um Unabhängigkeit und Souveränität in dem Konflikt. Gleichzeitig bietet er sich als Vermittler an.

Kremlchef Wladimir Putin hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert. Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzen, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Araghtschi sagte laut russischer Übersetzung in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt werden würden. Er dankte Russland für die Unterstützung.

Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. "Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität", sagte Putin. "Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen aller Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann."

Moskau: Zur Vermittlung bereit

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte zu dem Treffen, dass eine Rückkehr zu Kampfhandlungen weder im Interesse Teherans noch im Interesse der Weltwirtschaft sei. Russland sei zudem zur Vermittlung in dem Konflikt bereit. Peskow hatte zuvor auch gesagt, das Gespräch sei wegen der Entwicklungen im Iran und im Nahen Osten von unschätzbarer Wichtigkeit.

Zuvor hatte der iranische Außenminister Islamabad besucht, um pakistanischen Vermittlern die Bedingungen Teherans für eine Beendigung des Kriegs an die USA zu übergeben. Direkte Verhandlungen beider Seiten gibt es derzeit nicht.

Die USA hatten auf Befehl von Präsident Donald Trump am 28. Februar mit Israel die Bombardierung des Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen und einer Blockade der Straße von Hormus - einer der wichtigsten Routen für Öltanker weltweit. Letzteres hat zu massiven Preissteigerungen für Öl und Gas auf den Weltmärkten geführt.

Russland gilt als Verbündeter des Iran, unterstützt das Land etwa mit humanitären Hilfslieferungen, aber nicht offen militärisch. Moskau bekräftigte zuletzt mehrfach sein Angebot, angereichertes Uran aus dem Iran abzunehmen. Eine der Hauptforderungen der USA ist der Verzicht des Iran auf eine Atombombe.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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