Politik

Trump wird diplomatisch aktiv"Putin und Selenskyj wollen etwas tun, wissen aber nicht wie"

17.06.2026, 21:07 Uhr
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Russland verliere mehr Soldaten als die Ukraine, erklärt Trump. (Foto: AFP)

"Irgendetwas wird passieren", sagt US-Präsident Donald Trump in Hinsicht auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Er berichtet von Gesprächen mit Selenskyj und Putin - bleibt aber wie bei anderen Themen schwammig, was konkrete Schritte angeht.

US-Präsident Donald Trump hat am Abschlusstag des G7-Gipfels in Évian von kürzlichen Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin berichtet. In Hinsicht auf eine Annäherung hin zu Verhandlungen sagte Trump: "Ich denke, beide wollen etwas tun, sie wissen aber einfach nicht wie." Das Gespräch mit Putin am Telefon sei "sehr gut" gewesen, erklärte Trump und ergänzte, das Gespäch mit Selenskyj vor Ort sei "sehr, sehr gut" gewesen.

Ein Gespräch im Kreis der G7 zur Ukraine sei "produktiv" gewesen, erklärte Trump. Damit bestätigte er den Eindruck, den zuvor Bundeskanzler Friedrich Merz vermittelt hatte. Man habe mit Trump sehr ausführlich über die nächsten Schritte und mögliche weitere Sanktionen gegen Russland gesprochen, hatte der CDU-Politiker tags zuvor gesagt. Es gebe ihm "einen gewissen Grad des Optimismus, dass wir hier als Europäer und als Amerikaner zusammen jetzt alles unternehmen gemeinsam, um den Krieg zu beenden".

Trump: Wer angreift, verliert mehr

Trump blieb in Évian vage bei konkreten nächsten Schritten, sagte aber: "Irgendetwas wird passieren. Beide Seiten verlieren viele Soldaten. Russland verliert mehr, weil sie die Angreifer sind und wenn man im Krieg angreift, verliert man mehr. Ziemlich einfach."

In Hinsicht auf das anvisierte Rahmenabkommen mit dem Iran erklärte der US-Präsident, dieses werde "in Kürze" unterzeichnet werden, womöglich bereits am Donnerstag - um dann anzufügen, dass man sich bei Deals nie sicher sein könnte. "Wir werden höchstwahrscheinlich einen Deal unterzeichnen", so Trump. Nähere Angaben machte er dazu nicht. Bisher war geplant, dass das Rahmenabkommen am Freitag unterzeichnet wird.

Trump vermittelte zudem, dass er mit der Kriegsführung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Libanon nicht einverstanden ist. Er sage nicht, erklärte Trump, dass Israel sich gegen die Hisbollah nicht verteidigen solle. "Ich sage, wenn zwei Drohnen in die Wüste geschossen werden und harmlos herunterfallen, dann muss man nicht Gebäude in Beirut ausradieren", so der US-Präsident. Das militärische Vorgehen Israels im Libanon hatte Trumps Bemühungen, mit dem Iran eine Übereinkunft zu finden, mehrmals zurückgeworfen.

Quelle: ntv.de, mpe

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