Politik

Übergangsregierung im Visier Putschversuch im Sudan vereitelt

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Nach dem Sturz von Omar al-Baschir hatte das Militär die Macht übernommen. Nun gibt es einen Kompromiss, der das Land zur Demokratie führen soll.

(Foto: dpa)

Die politische Situation im Sudan bleibt fragil: Knapp eine Woche ist es her, dass sich die Militärregierung mit zivilen Demonstranten auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt hat. Putschisten aus den Reihen der Militärs wollen das verhindern.

Im Sudan ist nach Angaben des regierenden Militärs ein Putschversuch verhindert worden. Verantwortlich dafür seien Mitglieder der Streitkräfte und Sicherheitskräfte, teilte der Leiter des Sicherheitskomitees des militärischen Übergangsrats, Dschamal Omar Ibrahim, im Staatsfernsehen mit. 

Ziel sei gewesen, die kürzlich erzielte Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung in dem ostafrikanischen Land zu blockieren, hieß es. Etliche Menschen wurden demnach festgenommen. Der Anführer des Putschversuchs und einige andere Militärs würden noch gesucht. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in der Hauptstadt Khartum vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Am 3. Juni töteten Sicherheitskräfte bei der Auflösung der Sitzblockade mehr als 120 Menschen.  Vergangene Woche einigten sich das Militär und die zivile Opposition dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa