Politik

Monarchin wurde 96 Jahre alt Queen Elizabeth II. ist tot

Die britische Königin Elizabeth II. ist tot. Sie starb im Alter von 96 Jahren auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland. Das teilt der Palast mit. Sie starb friedlich am Nachmittag. Ihr Sohn Charles ist neuer König. Er wird als Charles III. zusammen mit seiner Frau Camilla - Queen Consort, wie ihr offizieller Titel nun lautet , Königsgemahlin - regieren. Mit dem Tod der Queen begann eine zehntägige Staatstrauer, landesweit wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt, Kirchenglocken läuteten.

Aus aller Welt trafen Beileidsbekundigungen und Würdigungen der Königin ein, die mehr als 70 Jahre auf dem Thron saß und damit so lange wie kein britischer Monarch vor ihr. Fernseh- und Radiosender unterbrachen ihre Sendungen und brachten Sonderprogramme zum Tod der Monarchin.

Der Palast hatte am Mittag mitgeteilt, die Ärzte der Königin seien "besorgt" wegen ihres Gesundheitszustands und hätten medizinische Überwachung empfohlen. Ihre vier Kinder sowie ihre Enkelsöhne waren daraufhin nach Schloss Balmoral geeilt.

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Noch am Dienstag hatte die Queen den Rücktritt des bisherigen Premierministers Boris Johnson entgegengenommen und seine Nachfolgerin Liz Truss ernannt - entgegen der Tradition nicht im Buckingham-Palast in London, sondern auf Schloss Balmoral, das sie aus Gesundheitsgründen nicht für die Zeremonie verlassen wollte.

Bei dem Auftritt wirkte sie bereits zerbrechlich. Auf Fotos von dem Termin war eine tief violette Verfärbung an der rechten Hand der Monarchin zu sehen. Am Mittwoch musste die 96-Jährige dann auf Anraten ihrer Mediziner eine Sitzung ihres Beratergremiums Privy Council absagen.

Elizabeth II. litt bereits seit Längerem unter gesundheitlichen Problemen und hatte die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte stark reduziert. Der Palast verwies dabei stets auf ihre eingeschränkte Mobilität. Immer häufiger ließ sie sich im vergangenen Jahr durch ihren Sohn Prinz Charles vertreten, auch ihr Enkel Prinz William und seine Ehefrau Herzogin Kate traten mehr in Erscheinung.

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Elizabeth hatte den Thron länger inne als jeder britische Monarch vor ihr. Erst kürzlich feierte sie ihr 70. Jubiläum auf dem Thron, den sie 1952 mit gerade einmal 25 Jahren nach dem Tod ihres Vaters George VI. bestiegen hatte. Damals war Winston Churchill Premierminister. Die amtierende Liz Truss ist Nummer 15 an der Spitze einer britischen Regierung während der Regentschaft der Queen. In ihrer Amtszeit gab es ferner 14 US-Präsidenten, von Harry S. Truman bis Joe Biden.

Die Queen war Regentin nicht nur über Großbritannien, sondern auch ein Dutzend anderer Länder des Commonwealth, darunter Kanada, Australien und Neuseeland. Für viele Menschen weltweit war sie schlicht die Personifizierung Großbritanniens. Innerhalb des Vereinigten Königreichs galt sie als Symbol von Pflichtbewusstsein und Stabilität, auch in Zeiten politischer Krisen oder von Turbulenzen in der königlichen Familie selbst. Experten betrachten ihre Popularität als Stütze der jahrhundertealten Monarchie, die in Großbritannien umstritten ist.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ

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