Politik

Graffiti gegen SPD-Politiker "Querdenker" nehmen Lauterbach ins Visier

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Karl Lauterbach in einem Berlin Graffiti verewigt.

(Foto: Twitter/Karl_Lauterbach)

Ein mutmaßlich von "Querdenkern" gesprühtes Graffito sorgt in Berlin für Aufsehen. Darauf wird Karl Lauterbach von Impfspritzen torpediert. Der SPD-Gesundheitsexperte ruft zur Zerstörung der Wandmalerei auf und warnt vor den Urhebern.

Mit Graffiti in Berlin haben offenbar "Querdenker" ihren Unmut über den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ausgedrückt. Die Wandbemalung am Teltowkanal zeigt das Konterfei des Politikers, das mit zahlreichen Spritzen torpediert wird. Eine der Injektionen ist mit "Verschwörungsscheiße" beschriftet. Als Titel steht "Unlauterbachs flächendeckende Testung" darunter. Lauterbach forderte auf Twitter dazu auf, das Graffito zu entfernen.

"Die Hetzer der Querdenker haben Graffiti von mir am Teltowkanal platziert. Falls jemand vorbeikommt, wäre ich dankbar für Zerstörung", schreibt er. Es sei ganz klar, dass sich die Szene der Querdenker derzeit radikalisiere. "Ich hoffe, dass unsere Innenministerien das ausreichend beobachten." Lauterbach hatte zuvor bereits vor dem Zusammenschluss von rechten Gruppen und "Querdenkern" gewarnt. "Das muss man früh genau beobachten und eingreifen", sagte er in der Sendung "Bild live".

Baden-Württemberg hatte im vergangenen Monat als erstes Bundesland damit begonnen, die sogenannten Querdenker vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. "Bei ganz normalen Bürgern stößt man auf ein tief sitzendes Misstrauen gegen die staatlichen Institutionen", sagte Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube dem "Spiegel". "Bei manchen wird daraus geradezu eine Feindschaft gegen das System als Ganzes."

Die LfV-Präsidentin fragte sich dem Magazin zufolge, ob deshalb nicht "eine Art Aussteigerprogramm für Verschwörungsanhänger" nötig sei. Man dürfe die staatlichen Maßnahmen gegen Corona fundamental kritisieren und andere Rezepte für die besseren halten, sagte Bube. "Aber wer gezielt Falschbehauptungen aufstellt, um die Bürger gegen den Staat aufzuwiegeln, unterhöhlt die Demokratie."

Quelle: ntv.de, mba/dpa