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Explosion vor Exxon-Unterkunft Raketenangriff auf Ölfirmen im Irak

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Erst kürzlich waren evakuierte Exxon-Mitarbeiter wieder nach Basra zurückgekehrt.

(Foto: REUTERS)

Eine Kurzstreckenrakete schlägt nur 100 Meter von einer irakischen Anlage des US-Ölriesen Exxon Mobil entfernt ein. Drei irakische Arbeiter werden verletzt. Der Konzern erwägt nun, sein ausländisches Personal abzuziehen.

Im Bereich des Firmengeländes mehrerer ausländischer Ölkonzerne westlich der irakischen Stadt Basra ist nach Polizeiangaben eine Rakete eingeschlagen. Dabei wurden am Morgen drei irakische Arbeiter verletzt, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Wer hinter dem Raketenangriff steckt, ist bislang unklar.

Der Polizei zufolge landete die Kurzstreckenrakete vom Typ Katjuscha 100 Meter von dem Teil der Anlage entfernt, den der US-Ölriese Exxon Mobil als Unterkunft und Betriebszentrum nutzt. Weder der Geschäftsbetrieb noch Ölexporte seien beeinträchtigt, sagten Vertreter der Ölbranche. Exxon Mobil betreibt in dem Gebiet eines seiner weltweit wichtigsten Büros zur Ölförderung. Der Konzern äußerte sich auf Anfrage bislang nicht zu dem Angriff. Auch der britisch-niederländische Energiekonzern Royal Dutch Shell und der italienische Konzern Eni sind auf dem Gelände vertreten.

Die ölreiche Region wird hauptsächlich von Schiiten bewohnt. Dort haben schiitische Milizen mit engen Verbindungen zum Nachbarland Iran starken Einfluss. Die Lage am Golf ist wegen Konflikten zwischen den USA und dem Iran extrem angespannt. Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman und Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe in derselben Region haben die Sorgen vor einer militärischen Eskalation zuletzt verschärft.

Nach den Sabotageakten hatte Exxon Mobil im Mai bereits 50 Mitarbeiter von einem der größten Ölfelder im Irak abgezogen. Die USA zogen wegen der Spannungen auch einen Teil ihrer Mitarbeiter aus der Botschaft in Bagdad und dem Konsulat im nordirakischen Erbil ab, zudem stoppte die Bundeswehr vorübergehend ihren Ausbildungseinsatz. Erst kürzlich waren Exxon-Mitarbeiter wieder nach Basra zurückgekehrt. Sicherheitskreisen zufolge bereitet Exxon nun erneut die sofortige Ausreise von etwa 20 ausländischen Mitarbeitern vor.

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Quelle: n-tv.de, aeh/rts/dpa

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