Politik

Assads Truppen rücken vorRebellen verhandeln mit Russen über Deraa

30.06.2018, 13:48 Uhr
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Tausende Menschen fliehen vor den Kämpfen. (Foto: REUTERS)

Im Süden Syriens sind die Regierungstruppen mit russischer Unterstützung in die Offensive gegangen. Die letzten Rebellenhochburgen in der Region stehen offenbar vor dem Fall. Doch die Aufständischen weigern sich bislang, sich zurückzuziehen.

Im Südwesten Syriens haben Rebellen und das russische Militär Gespräche über ein Ende der Kämpfe in der Provinz Deraa aufgenommen. Die russischen Offiziere hätten nach dem Vorbild anderer Abkommen gefordert, dass die Rebellen mit ihren Familien in ein von der Opposition gehaltenes Gebiet im Nordwesten abziehen oder die Rückkehr der Staatsmacht akzeptierten, sagte ein Unterhändler der Aufständischen. Dies hätten die Rebellen abgelehnt.

Die Aufständischen boten demnach an, zivilstaatliche Institutionen wieder einzusetzen und russischen Militärpolizisten Zugang zu gewähren, aber nicht der syrischen Armee. Die Verhandlungen sollen im Tagesverlauf fortgesetzt werden. Sie wurden vom Nachbarland Jordanien vermittelt.

Die Angriffe der syrischen Armee und ihres Verbündeten Russland gingen weiter. Nach den jüngsten Geländegewinnen rückten die Regierungstruppen weiter vor. In der Stadt Dael gaben die Rebellen dem Staatsfernsehen zufolge nach dem Abschluss einer Vereinbarung auf.

Seit Mitte Juni haben Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ihre Offensive insbesondere im Bereich der Großstadt Deraa verstärkt. Das hat eine Massenflucht der Bevölkerung ausgelöst. Der Südwesten und eine Region im Nordwesten des Bürgerkriegslandes sind die beiden einzigen Gebiete, die teilweise noch von Rebellen kontrolliert werden.

Quelle: mbo/rts

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