Politik

Beitragssatz bleibt stabil Renten steigen 2020 noch einmal kräftig

Eine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung liegt auf einem Schreibtisch. Foto: Franz-Peter Tschauner

Die gesetzliche Rente allein werde zukünftig nicht mehr ausreichen, heißt es im Entwurf des Rentenversicherungsberichts.

(Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa)

Wie schon im Vorjahr sollen im kommenden Sommer die Renten in Ost und West um mehr als drei Prozent steigen. Das geht aus einem Zeitungsbericht hervor, wonach die Kasse der Rentenversicherung gut gefüllt ist. Mittelfristig wird den Menschen die gesetzliche Rente allein aber nicht mehr reichen.

Die gesetzlichen Renten in Deutschland werden einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr voraussichtlich erneut um mehr als drei Prozent steigen. Das geht aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2019 hervor, über den die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichten. Zum 1. Juli 2020 wird demnach ein Rentenplus von 3,92 Prozent in Ostdeutschland sowie von 3,15 Prozent in Westdeutschland erwartet.

"Ab dem kommenden Jahr steigen die Renten bis zum Jahr 2033 um insgesamt rund 36,5 Prozent", zitieren die RND-Zeitungen aus dem Bericht des Bundesarbeitsministeriums. Dies entspreche einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,2 Prozent pro Jahr. Demnach betrage das Sicherungsniveau vor Steuern, das die Relation von Renten zu Löhnen zum Ausdruck bringt, derzeit 48,2 Prozent.

Finanzlage bleibt weiter gut

Die gesetzliche Haltelinie, die ein Absinken des Rentenniveaus unterhalb von 48 Prozent bis 2025 verhindern soll, werde laut dem Rentenversicherungsbericht 2021 erstmals greifen. Bis 2030 werde das Sicherungsniveau auf 45,6 Prozent sinken, hieß es weiter. "Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen", heißt es demnach weiter.

Die Finanzlage der Rentenversicherung bleibt weiter gut, wie die RND-Zeitungen weiter berichten. Bis September lagen die Beitragseinnahmen um rund 5,1 Prozent über Vorjahresniveau. Für das Jahresende 2019 werde eine Nachhaltigkeitsrücklage von rund 40,7 Milliarden Euro geschätzt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2024 stabil bei 18,6 Prozent bleiben kann.

Laut dem Rentenversicherungsbericht sind die Deutschen im vergangenen Jahr im Schnitt unverändert mit 64,1 Jahren in Rente gegangen. Der Anteil der Erwerbstätigen in der Altersgruppe zwischen 60 und 64 Jahren stieg auf 60,3 Prozent. 2017 waren es noch 58,4 Prozent gewesen.

Quelle: ntv.de, shu/AFP

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