Politik
Die Erhöhung der Rente soll zur Mitte des Jahres erfolgen.
Die Erhöhung der Rente soll zur Mitte des Jahres erfolgen.(Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)
Dienstag, 20. März 2018

Osten nähert sich etwas an: Renten steigen um mehr als drei Prozent

Die Angleichung der Renten in Ost und West geht weiter voran, verkündet Sozialminister Heil. Grund sind Lohnsteigerungen der Vergangenheit und eine gute Lage am Arbeitsmarkt. Bis 2025 sollen die Menschen in ganz Deutschland die gleiche Rente beziehen.

Die Rentner in Ost- und Westdeutschland können sich auch in diesem Jahr auf eine satte Erhöhung ihrer Bezüge freuen. Die Renten sollen im Westen um 3,2 Prozent und im Osten um 3,4 Prozent steigen. Das teilte der neue Bundessozialminister Hubertus Heil in Berlin mit.

Der aktuelle Rentenwert (Ost) steige damit auf 95,8 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 95,7 Prozent). Die Erhöhung soll zur Mitte des Jahres erfolgen. Im vergangenen Jahr bekamen die Rentner im Osten 3,59 Prozent mehr und im Westen 1,9 Prozent. Heil erklärte: "Auch in diesem Jahr führen die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen der Vergangenheit zu besseren Renten. Das ist eine erfreuliche Nachricht für die über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner."

Die gesetzliche Rente bleibe so eine zentrale Säule der Alterssicherung, die weiter gestärkt werde, sagte Heil weiter. Der SPD-Politiker nannte die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellte Grundrente für langjährige Geringverdiener oder eine verbesserte Mütterrente. Zudem werde der Beitragssatz stabilisiert. Er soll bis 2025 nicht über 20 Prozent des Bruttolohns steigen. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent.

Die Rentenerhöhung hatte sich in dieser Größenordnung bereits im letzten Jahr bei der Vorlage des Rentenversicherungsberichts abgezeichnet. Die Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung.

Rentenanpassung 2024

Die Vorgängerregierung hatte eine Angleichung der Renten in Ost und West bis 2025 beschlossen. "Auf dem Weg zu gleichen Rentenwerten in Ost und West kommen wir mit der Rentenanpassung 2018 somit gut voran. Der Rentenwert (Ost) erreicht 95,8 Prozent des Westwerts. Bis spätestens zur Rentenanpassung 2024 wird der aktuelle Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen", sagte Heil.

Die derzeitige Aufwertung der Berechnungsgrundlage für die Ost-Renten wird im Gegenzug abgeschmolzen. Das bedeutet, dass die im Schnitt niedrigeren Osteinkommen für die Rente nicht mehr ausgeglichen werden sollen.

Quelle: n-tv.de