Politik

Weitere Details sickern durchKommission: Rentenalter soll langfristig bis auf 70 steigen

21.05.2026, 06:45 Uhr
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Der Eintritt der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge in die Rente stellt die Regierung vor Herausforderungen.

Immer mehr Babyboomer stehen kurz vor dem Renteneintritt. Damit die Kosten für jüngere Altersgruppen oder den Staat nicht steigen, erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für grundsätzliche Reformen. Einem Bericht zufolge sollen die Deutschen länger arbeiten.

Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission will laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen. Die Grenze solle schrittweise bis Anfang der 2060er Jahre von bald 67 Jahren auf dann 70 Jahre steigen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Kommissionskreise.

Denkbar sei, dass das Renteneintrittsalter Anfang der 2040er Jahre auf 68 und Anfang der 2050er Jahre auf 69 steige und dann zehn Jahre später erneut um ein Jahr erhöht werde. Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen will das 13-köpfige Gremium außerdem ein Absenken des Rentenniveaus bis auf 46 Prozent vorschlagen. Aktuell sind es 48 Prozent.

Kontrovers werde innerhalb der Kommission die Frage diskutiert, ob auch Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, schreibt "Bild" weiter. Derzeit gebe es dafür aber keine Mehrheit. Die Rentenkommission will ihre Reformempfehlungen am 30. Juni vorlegen.

Bei den Gewerkschaften dürfte die Empfehlung auf Ablehnung stoßen. Erst in der vergangenen Woche sagte Verdi-Chef Frank Werneke, ein höheres Renteneintrittsalter sei nichts, wozu man Ja sagen werde. Zudem warf er Merz vor, für die Reformpläne der Bundesregierung bislang keinen Konsens mit den Gewerkschaften gesucht zu haben.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/rts/dpa

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