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Wen hat er dann gewählt? Republikaner Romney stimmt nicht für Trump

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Mitt Romney ist als innerparteilicher Kritiker Donald Trumps bekannt.

(Foto: AP)

Mitt Romney, gegen Barack Obama gescheiterter Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat schon seine Stimme bei der US-Wahl abgegeben - aber nicht für Donald Trump. Für wen dann? Es könnte einer der chancenlosen Nischenkandidaten sein, den er gewählt hat.

Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat bei der US-Wahl nicht für Amtsinhaber Donald Trump gestimmt. Das sagte der als innerparteilicher Kritiker Trumps bekannte Senator dem Fernsehsender CNN. Ob er seine Stimme dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gab, verriet Romney nicht. "Ich habe nicht für Präsident Trump gestimmt", sagte er bloß. Auf wen seine Wahl fiel, wolle er "zu diesem Zeitpunkt für mich behalten".

Möglich wäre auch, dass Romney bei seiner vorzeitigen Stimmabgabe für einen der chancenlosen Nischenkandidaten gestimmt hat, die am 3. November neben Trump und Biden ins Rennen ums Weiße Haus gehen. Millionen US-Amerikaner nutzen die Möglichkeit, schon vor dem Wahltag in speziell dafür geöffneten Wahllokalen oder per Briefwahl abzustimmen.

Er glaube, die republikanische Partei "hat Probleme mit jungen Menschen, zunehmend mit älteren Menschen, mit Minderheiten", sagte Romney gegenüber CNN. "Und die jungen Leute, mit denen wir vor fünf Jahren Probleme hatten, wählen jetzt. Wir haben also noch echte Arbeit vor uns."

"Gescheiterter Präsidentschaftskandidat" gegen Obama

Die Republikaner hatten Romney 2012 als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt, damals verlor er die Wahl gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama deutlich. Inzwischen gilt der 73-Jährige als einer der schärfsten Kritiker Trumps in den Reihen seiner Partei. Im Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten stimmte Romney Anfang dieses Jahres als einziger Republikaner im Senat für eine Amtsenthebung Trumps wegen Machtmissbrauchs.

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Damals sagte er, Trump habe sich im Zuge der sogenannten Ukraine-Affäre eines "entsetzlichen Missbrauchs des öffentlichen Vertrauens" schuldig gemacht. Präsident Trump antwortete, indem er Romney als "gescheiterten Präsidentschaftskandidaten" angriff.

Quelle: ntv.de, abe/dpa