Politik

US-Abzug aus Syrien Republikaner fordert von Trump Überdenken

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US-Soldat in der Nähe von Manbidsch.

(Foto: REUTERS)

Hinsichtlich Donald Trumps Syrien-Politik wagt sich mit Senator Graham ein republikanischer Politiker aus der Deckung. Er hält die Abzugspläne des Präsidenten für falsch. Graham führt mehrere Argumente auf, die gegen einen Abzug sprächen.

Der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den beschlossenen Rückzug von 2000 Soldaten aus Syrien zu überdenken. Auf CNN sagte Graham, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei noch nicht besiegt. Es müsse sichergestellt werden, dass sie "niemals" zurückkehre.

Er werde Trump auffordern, darüber mit seinen Generälen zu beraten, äußerte der 63-jährige Senator aus South Carolina. Graham hatte Trumps Entscheidung zuvor bereits als "großen Fehler" bezeichnet.

Wenn die US-Truppen jetzt abzögen, würden die Kurden "massakriert", sagte Graham. Und "wenn wir die Kurden im Stich lassen und sie massakriert werden, wer wird uns künftig helfen?", fügte er hinzu.

Der frühere Kritiker Trumps, der jetzt als sein Vertrauter gilt, warnte außerdem davor, Syrien den Iranern zu "übergeben". Nach seinen Worten wäre das für Israel ein "Albtraum".

Der angekündigte US-Rückzug könnte ein Machtvakuum vor allem im Norden Syriens hinterlassen. Dort sind kurdische Milizen aktiv, welche die Regierung in Damaskus aus Furcht vor einer türkischen Offensive nach dem geplanten Abzug der US-Truppen um Hilfe gebeten haben. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hatten den IS bislang mit Unterstützung des US-Militärs bekämpft.

Quelle: ntv.de, wne/AFP