Politik

Kampf ums Weiße Haus Republikaner schicken Trump ins Rennen

Er ist politischer Quereinsteiger, er polarisiert - und er könnte der neue US-Präsident werden: Donald Trump. Das Parteikonvent der Republikaner kürt den Immobilienmilliardär zum Kandidaten. Auch sein Vize steht fest.

Donald Trump ist US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Die Delegierten auf dem Parteikonvent in Cleveland nominierten den politischen Quereinsteiger mit der nötigen Mehrheit. Der Form halber muss der New Yorker Immobilienmilliardär am Donnerstag zum Abschluss des Konvents seine Nominierung noch annehmen.

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Donald Trump soll es für die Republikaner richten.

(Foto: REUTERS)

Staat für Staat bestätigte in dem Zeremoniell lautstark, wie viele Delegierte für Trump in die Waagschale geworfen werden. Trump hatte bereits in den Vorwahlen aller Bundesstaaten die nötige Hürde von 1237 Delegierten genommen.

Die formal entscheidenden Stimmen in Cleveland kamen um 19.12 Uhr Ortszeit aus New York, dem Heimatstaat des Immobilienmilliardärs. Trumps Sohn Donald Jr. verkündete sie: "Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen." Die Halle brach in Jubel und Gesänge aus, ein großer Videowürfel blendete Feuerwerk ein. Trump muss die Nominierung noch annehmen, voraussichtlich am Donnerstag. Dies gilt als Formsache.

Pence soll Vize werden

Trump tritt dann im Herbst voraussichtlich gegen die frühere First Lady und Außenministerin Hillary Clinton an. Clintons Nominierung beim Parteitag der Demokraten wird in der kommenden Woche erwartet.

Zudem nominierte der Konvent Michael "Mike" Pence offiziell zum Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten. Der amtierende Gouverneur von Indiana wurde per Akklamation bestätigt. Der 57-Jährige gilt als sehr konservativ. Er soll Donald Trump helfen, Stimmen der Sozialkonservativen und der Evangelikalen zu sichern.

Erstes TV-Duell am 26. September

Die erste TV-Debatte der beiden findet dann am 26. September in New York statt. Ursprünglich hatte die Wright State Universität in Dayton (Ohio) das voraussichtliche Aufeinandertreffen von Hillary Clinton und Trump ausrichten sollen. Aus Kostengründen und Sorgen um die Sicherheit habe die Universität sich aber dagegen entschieden, teilte Universitätspräsident David Hopkins mit und sprach von einer «sehr schwierigen Entscheidung».

Anders als private Universitäten, die in der Vergangenheit die Debatten der Präsidentschaftskandidaten ausgerichtet haben, kann die öffentliche Universität in Dayton den Zugang zum Campus nicht einschränken. Das stelle die Hochschule vor größere Herausforderungen bei der Sicherheit. Nun soll die Hofstra University in Hempstead einspringen, die etwa eine Autostunde außerhalb Manhattans liegt. Deren Präsident Stuart Rabinowitz sprach von einem "außerordentlichen Privileg und Verantwortung".

Die weiteren Debatten sind am 9. und 19. Oktober an Universitäten in St. Louis (Missouri) und Las Vegas (Nevada) geplant. Zudem treten die Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten am 4. Oktober in Farmville (Virgina) gegeneinander an. Gewählt wird am 8. November.

Quelle: ntv.de, bad/APF/dpa

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