Politik

Maßnahmen auch nach Ostern? Rückkehr zur Normalität rückt in die Ferne

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Corona-Maßnahmen könnten auch nach Ostern weiter andauern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kontaktverbot, geschlossene Schulen und Geschäfte: Die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wurden zuletzt bis zum 19. April verlängert. Politiker dämpfen allerdings nun die Hoffnung, dass Deutschland nach Ostern zur Normalität zurückkehren könnte. Die Lage sei weiterhin zu dynamisch.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem zu frühen Ausstieg aus den Beschränkungen in der Corona-Krise gewarnt. Zu sehen sei zwar ein Abflachen bei den Steigerungsraten, dies sei aber noch kein abschließender Trend, sagte der CDU-Politiker in einem Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln.

Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betonte Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen. "Sagen wir, die Richtung stimmt, ob sie dauerhaft anhält, das werden wir die nächsten Tage sehen."

So dämpfte auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, die Erwartungen an eine rasche Wiedereröffnung der Schulen nach der Osterpause. "Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können", sagte Hubig den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Wir sind noch mitten in der Anstiegsphase"

Sie verwies auf die Einschätzung der Gesundheitsexperten, "die die Entwicklung der Corona-Infektionen im Blick haben und uns sagen, wann und wie wir die Schulen wieder öffnen können". Wichtig sei eine bundeseinheitliche Regelung in dieser Frage. Im Moment sei die Lage extrem dynamisch. Ziel sei es dennoch, Eltern, Schüler und Schulen so früh wie möglich darüber zu informieren, wie es nach Ende der Osterferien weitergehe.

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff geht nicht davon aus, dass das Land in der Corona-Krise nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass am 19. April ein normales Leben beginnen könne, sei sehr gering, sagte Haseloff im MDR Hörfunk. "Wir sind noch mitten in der Anstiegsphase, und deswegen müssen wir jetzt wirklich alle zusammenstehen."

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die Ausgehbeschränkungen bis Sonntag nach Ostern zu verlängern. Am Dienstag nach Ostern wollen sie die Lage neu bewerten.

Quelle: ntv.de, hny/dpa/AFP

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