Politik

USA sehen Fortschritte Rückt Frieden für Afghanistan näher?

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Seit Sommer 2018 verhandeln die Taliban direkt mit den USA.

(Foto: REUTERS)

Zuversichtlich zeigen sich die USA nach jüngsten Verhandlungen mit den Taliban über einen Frieden in Afghanistan. Es gebe Fortschritte, teilt US-Unterhändler Khalizad mit. Unterdessen werden Details eines möglichen Deals bekannt.

Die Verhandlungen der USA mit den radikal-islamischen Taliban in Afghanistan kommen nach Angaben beider Seiten voran. Der US-Sondergesandte Zalmay Khalizad twitterte nach sechstägigen Gesprächen, es habe in Katar "signifikante Fortschritte" gegeben. Sie seien besser als in der Vergangenheit gelaufen. Die Gespräche würden bald fortgesetzt, es gebe noch offene Punkte. Er plane zudem Treffen mit der afghanischen Regierung.

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Er wolle auf dem Momentum aufbauen und die Gespräche in Kürze fortsetzen, schrieb Khalilzad weiter. Es gebe noch eine Anzahl an Problemen zu lösen. "Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist." Dies beinhalte einen innerafghanischen Dialog zwischen Regierung und Taliban und einen umfassenden Waffenstillstand. Khalilzad gab an, nun nach Kabul zu reisen für weitere Konsultationen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums wollte keine weiteren Angaben machen.

Aus dem Taliban-Umfeld erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass über einen Entwurf für einen Friedensvertrag gesprochen wurde. Nach einem Deal könnten dadurch innerhalb von 18 Monaten fremde Truppen aus Afghanistan abziehen. Es blieb allerdings unklar, ob die in dem Papier genannten Punkte am Ende für beide Seiten akzeptabel sind. Vorgesehen sei unter anderem ein Waffenstillstand, auch wenn die zeitlichen Vorgaben dafür noch unklar seien. Im Februar solle es weitere Verhandlungen in Doha zu dem Papier geben.

Fünfte Gesprächsrunde gestartet

Die fünfte Gesprächsrunde zwischen Taliban-Vertretern und Washington seit Juli 2018 hatte am Montag begonnen. Seit Sommer des Vorjahres bemühen sich die USA verstärkt darum, den langjährigen Konflikt über Verhandlungen zu lösen. In einer signifikanten Änderung seiner Politik nahm Washington Direktgespräche mit den Taliban auf.

Davor hatten die USA stets erklärt, die Taliban sollten mit der afghanischen Regierung verhandeln, ein Friedensprozess müsse unter afghanischer Führung stattfinden. Sie betonten allerdings, ihre Gespräche sollten zu direkten Gesprächen zwischen den Taliban und der Regierung in Kabul führen. Die Taliban lehnten dies bisher stets ab und nannten Kabul ein "Marionettenregime".

Quelle: n-tv.de, kst/rts/dpa

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