Politik

Mehrere Tote in Lyssytschansk Russische Raketen treffen Schlange für Trinkwasser

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Um die Stadt Lyssytschansk toben derzeit heftige Kämpfe (Archivbild).

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Lyssytschansk ist die letzte große Stadt in der ostukrainischen Region Luhansk, die noch nicht unter russischer Kontrolle steht. Mit Mehrfachraketenwerfern sollen Kreml-Truppen auf eine Menschenmenge geschossen haben. Die Behörden berichten von Toten und zahlreichen Verletzten.

In einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser in der ukrainischen Stadt Lyssytschansk sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben acht Menschen getötet worden. Weitere 21 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, bei Telegram schrieb.

"Die Russen haben mit Mehrfachraketenwerfern vom Typ Uragan auf eine Menschenmenge geschossen, als die Zivilisten gerade Wasser aus einer Zisterne holten", erklärte Hajdaj. Lyssytschansk ist die letzte große Stadt in der Region, die noch unter ukrainischen Kontrolle ist, nachdem das russische Militär das benachbarte Sjewjerodonezk eroberte.

"Lyssytschansk und die umliegenden Dörfer erleben ihre schwersten Tage. Die Russen zerstören alles auf ihrem Weg", erklärte Hajdaj. Zuvor hatte er die Bürger aufgerufen, die Stadt dringend zu verlassen. Es gebe eine reale Bedrohung für Leib und Leben, schrieb er bei Telegram. Wie viele Zivilisten sich noch in Lyssytschansk aufhalten, ist unklar. Vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar lebten dort rund 100.000 Menschen.

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Sollten die russischen Truppen auch Lyssytschansk einnehmen, könnten sie anschließend Kramatorsk und Slowjansk in der zweiten Donbass-Teilregion Donezk ins Visier nehmen. Slowjansk ist ebenfalls bereits Ziel heftiger russischer Luftangriffe.

In der Stadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen ukrainischen Befehlshabers Oleg Sinegubow bei russischem Beschuss fünf Zivilisten getötet und 22 weitere verletzt. Unter den Verletzten seien fünf Kinder, schrieb Sinegubow bei Telegram.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa/AFP/rts

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