Politik

Ukraine entfernte Sowjet-SymboleRussland attackiert riesiges Mahnmal in Kiew

03.02.2026, 12:01 Uhr
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Der ukrainische Dreizack wurde 2023 anstelle von Hammer und Sichel auf dem Schild des Mutter-Heimat-Denkmals angebracht. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

In der Ukraine entledigt man sich seit der russischen Vollinvasion vermehrt sowjetischer Symbolik, was in Moskau für Verärgerung sorgt. Hammer und Sichel werden aus dem öffentlichen Raum entfernt - auch auf einem der berühmtesten Wahrzeichen. Nun gibt es dort Schäden nach einem Luftangriff.

Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnete die Beschädigung der "Mutter-Heimat"-Statue in Onlinenetzwerken als "symbolisch und zynisch". Ihren Angaben zufolge wurde die Halle der Ehre des ukrainischen Museums für Geschichte des Zweiten Weltkriegs am Fuße des Mutterland-Denkmals getroffen. Auf Bildern sind zerstörte Fenster zu sehen.

Die 62 Meter hohe Stahl-Statue, die ein Schwert und einen Schild in die Höhe reckt, war 1981 zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. Sie ist Teil des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

2023 wurden Hammer und Sichel von der kolossalen Statue als Teil einer Kampagne, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen, entfernt. Russlands Vollinvasion im Februar 2022 hatte diesen Prozess beschleunigt.

Die russischen Streitkräfte hatten Kiew und die Stadt Charkiw im Osten des Landes in der Nacht erneut mit massiven Luftangriffen überzogen. Infolge des Beschusses fiel Behördenangaben zufolge in über 1100 Wohnhäusern die Heizung aus, mindestens fünf Menschen wurden verletzt.

Angriff mit Dutzenden Raketen

Das russische Militär griff nach Angaben der ukrainischen Regierung mit 450 Drohnen an. Zudem seien mehr als 60 Raketen abgefeuert worden, teilte Außenminister Andrij Sybiha auf X mit. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden 38 Raketen und 412 Drohnen eliminiert, darunter vier Raketen vom Typ Zirkon/Onyx, elf ballistische Raketen vom Typ Iskander M/S-300, drei Marschflugkörper vom Typ X-22/X-32 und 20 Marschflugkörper vom Typ X-101/Iskander-K. Mindestens 27 Raketentreffer und 31 Drohnenangriffe an 27 Standorten sowie der Absturz von Trümmerteilen an 17 Standorten seien registriert worden.

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Die Mutter-Heimat-Statue im Jahr 2021, damals noch mit Hammer und Sichel auf dem Schild. (Foto: picture alliance / pressefoto_korb)

Der russische Präsident Wladimir Putin habe auf sinkende Temperaturen gewartet, um das ukrainische Energiesystem anzugreifen, erklärte Sybiha. "Weder die erwarteten diplomatischen Bemühungen in Abu Dhabi in dieser Woche noch seine Versprechen gegenüber den Vereinigten Staaten haben ihn davon abgehalten, den Terror gegen die Zivilbevölkerung im härtesten Winter fortzusetzen."

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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