Politik

Menschen unter Trümmern begraben Russland bombardiert Kunstschule in Mariupol

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Die Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist vollständig von russischen Truppen eingekesselt.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Russische Armee hat laut Stadtrat eine Kunstschule in der eingekesselten Stadt Mariupol zerstört. 400 Menschen hätten dort Schutz vor den russischen Bomben gesucht. Ob und wie viele Tote es gibt, ist noch unklar. Auch ein Stahlwerk soll angegriffen worden sein - mit schwerwiegenden Folgen.

In der belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist nach Angaben des Stadtrats eine Kunstschule Ziel eines Bombenangriffes geworden. 400 Menschen hätten dort Schutz gesucht, darunter Frauen, Kinder und Ältere, teilte der Stadtrat von Mariupol im Nachrichtenkanal Telegram mit.

Das Gebäude sei bei dem Angriff am Samstag zerstört worden. "Menschen liegen noch immer unter den Trümmern." Es wurden zunächst keine Angaben zu Opfern gemacht. Der Stadtrat machte russische Truppen dafür verantwortlich. Das ließ sich aber nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Auch ein Stahlwerk in Mariupol wurde nach ukrainischen Angaben bei Angriffen schwer beschädigt. Die Abgeordnete Lesja Wasilenko veröffentlichte ein Video, das ihr zufolge eine Explosion im Werk der Asowstal-Gruppe zeigt und warnte vor schweren Umweltschäden.

Ihr Kollege Serhij Taruta schrieb auf Facebook, die russischen Streitkräfte "haben die Fabrik praktisch zerstört". Der Generaldirektor von Asowstal, Enver Zkitischwili, erklärte, es seien im Voraus Maßnahmen ergriffen worden, um die Umweltschäden im Falle eines Angriffs zu verringern.

In Mariupol mit 400.000 Einwohnern war zuletzt auch ein Theater angegriffen worden, in dem Menschen Schutz vor Luftangriffen gesucht hatten. Es wurden zwar Verschüttete gerettet. Seit Tagen ist aber unklar, wie viele Tote und Verletzte es bei diesem Vorfall gab.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/AFP

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