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"Auf frischer Tat ertappt" Russland hält angeblichen US-Spion fest

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Präsident Wladimir Putin wertete Spionagevorwürfe aus dem Ausland zuletzt als "Zeichen für die Macht Russlands".

(Foto: picture alliance/dpa)

Im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Russland und den USA könnte die Festnahme eines US-Bürgers für neuen Sprengstoff sorgen: Der Mann soll während des "Spionageakts" in Moskau gestellt worden sein. Eine Reaktion aus Washington gibt es bisher nicht.

Die russischen Behörden haben einen US-Bürger unter Spionageverdacht festgenommen. Der Mann sei bereits am vergangenen Freitag auf frischer Tat bei einem "Spionageakt" in Moskau ertappt worden, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit. Nähere Angaben zu den Umständen wurden nicht gemacht. Gegen den US-Bürger sei ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Bei einer Verurteilung drohten dem Mann zwischen 10 und 20 Jahre Haft, hieß es in der FSB-Mitteilung, aus der die Agentur Tass zitierte. Der Name des Mannes wurde nur auf Russisch genannt. Übertragen aus dem kyrillischen Alphabet könnte er "Paul Whelan" lauten. Weitere Einzelheiten zur Person machte der russische Geheimdienst bisher ebenfalls nicht.

In den angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten zuletzt mehrere Spionageskandale für zusätzlichen Wirbel gesorgt - darunter der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien und die Verurteilung der Russin Maria Butina wegen Agententätigkeit in den USA.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte dem Westen kürzlich vorgeworfen, den Aufstieg seines Landes auf internationaler Bühne durch Spionagevorwürfe untergraben zu wollen. Putin wertete es als "Zeichen für die Macht Russlands", dass der Westen immer wieder derartige Vorwürfe erhebe.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

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