Politik

Norwegen enthüllt Geheimnis Russland startet großes U-Boot-Manöver

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Die "Yuri Dolgoruky", ein U-Boot der Borei-Klasse, hatte im August 2019 bereits eine Bulawa-Rakete abgefeuert.

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

Das Seemanöver Russlands soll eine Machtdemonstration werden, allerdings unter dem Radar. Erst der norwegische Geheimdienst deckt die Operation auf. Vor allem U-Boote sollen dabei im Einsatz sein - darunter auch die neueste Errungenschaft der russischen Marine.

Russland hat nach Angaben des norwegischen Militärs das größte U-Boot-Manöver im Nordatlantik seit dem Ende des Kalten Kriegs begonnen. Seit vergangener Woche seien ein Dutzend bei der russischen Halbinsel Kola stationierte U-Boote an dem Manöver beteiligt, erklärte der norwegische Militärgeheimdienst nach Angaben des Fernsehsenders NRK. Im Einsatz seien auch acht Atom-U-Boote. Das Manöver werde zwei Monate dauern.

Norwegen und weitere Nato-Staaten überwachen die Aktivitäten der russischen Marine unter anderem aus der Luft, wie der Sprecher des norwegischen Generalstabs, Brynjar Stordal, sagte. U-Boote seien zudem im Europäischen Nordmeer und der Barentssee entdeckt worden.

Wie der Sender NRK unter Berufung auf Militärquellen berichtete, versuchen die russischen U-Boote so tief wie möglich im Atlantik unterzutauchen, ohne dabei aufzufallen. Ziel der Russen sei es, ihre Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren sowie zu zeigen, dass sie die US-Küste bedrohen könnten.

50-mal stärker als die Hiroshima-Bombe

Dabei soll laut "Forbes" auch das neueste U-Boot der russischen Marine zum Einsatz kommen - die Knyaz Vladimir. Das U-Boot soll in der Lage sein, eine Bulawa-Rakete abzufeuern, die bis zu 150 Kilotonnen Sprengstoff tragen kann. Jede Rakete dieses Typs wäre damit 50-mal stärker als die Hiroshima-Bombe.

Russland bestätigte das Manöver nicht. Die russische Marine hatte nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Samstag erklärt, zwei Atom-U-Boote würden Ausrüstung und Bewaffnung bei tiefen Tauchgängen testen. Es handle sich um U-Boote vom Typ Kondor, die unter anderem Luftwaffeneinheiten feindlicher Marineverbände aufspüren und zerstören könnten.

Quelle: ntv.de, mba/AFP