Politik

Nach Großangriff auf KiewRussland und Ukraine starten neue Attacken

25.05.2026, 09:53 Uhr
A-car-burns-near-an-apartment-building-at-the-site-of-a-Russian-military-strike-amid-Russia-s-attack-on-Ukraine-in-Kramatorsk-Ukraine-May-25-2026
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. (Foto: REUTERS)

In der Nacht zu Sonntag erlebt die ukrainische Hauptstadt Kiew einen der schwersten russischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Nur wenige Stunden später setzen beide Seiten ihre Angriffe fort. Besonders ein Gebiet ist betroffen.

Einen Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew haben sich die gegenseitigen Angriffe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet fortgesetzt. Beide Seiten melden mehrere Todesopfer.

Im russischen Brjansk starb bei einem ukrainischen Angriff in der Ortschaft Belaja Berjoska ein Mann. Das teilte der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk mit. In der russischen Region Belgorod kam nach Behördenangaben ebenfalls ein Mann bei einem Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Wie die Regionalbehörden mitteilten, hat eine Drohne in der Stadt Graiworon ein Fahrzeug getroffen. Dabei sei der Mann getötet worden. Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, was zu Strom- und Wasserausfällen in der Stadt Belgorod geführt habe, teilten die Behörden auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Im russisch kontrollierten Horliwka im Osten der Ukraine wurden dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt.

Aus der südukrainischen Region Cherson meldeten die dortigen Behörden zwei Tote und 16 Verletzte bei russischen Angriffen, die am Sonntag begonnen hatten. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den dortigen Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt.

Russland feuerte Oreschnik-Rakete ab

Die Angriffe folgten auf eine der schwersten russischen Bombardierungen der ukrainischen Hauptstadt Kiew seit Beginn des Kriegs im Februar 2022. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben am Sonntag insgesamt vier Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe insgesamt 600 Drohnen und 90 Raketen abgefeuert.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax, es seien vier verschiedene Raketentypen eingesetzt worden, darunter die Hyperschall-Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik sowie die Systeme Iskander, Kinschal und Zirkon. Die Angriffe hätten sich gegen militärische Ziele gerichtet und seien eine Vergeltung für ukrainische Angriffe auf zivile Ziele gewesen.

Die Angaben aus den Kampfgebieten ließen sich von der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig überprüfen. Sowohl Russland als auch die Ukraine weisen den Vorwurf zurück, gezielt zivile Objekte ins Visier zu nehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der russisch besetzten Region Luhansk angekündigt. Das ukrainische Militär wies diese Darstellung zurück und erklärte, es habe eine russische Drohnen-Kommandoeinheit ins Visier genommen.

Quelle: ntv.de, nbr/rts/AFP

RusslandOreschnikUkraine-KonfliktUkraineKiew