Politik

Debatte um ukrainische Matrosen Russland weist Merkels Forderung zurück

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Der Kreml will keine Belehrungen seiner Partner.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Vor wenigen Wochen setzt Russland mehrere Matrosen der Ukraine fest. Deutschland und Frankreich dringen auf deren Freilassung. Dies weist Moskau nun als inakzeptabel zurück und verbittet sich etwaige Belehrungen.

Das russische Außenministerium hat die gemeinsame Forderung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Freilassung der festgesetzten ukrainischen Matrosen als inakzeptabel zurückgewiesen. "Anstatt Russland zu belehren, sollten unsere Partner (...) ihre Aufmerksamkeit auf die Fakten richten, die eine grobe Verletzung von Seiten Kiews zeigen", erklärte das Ministerium.

Merkel und Macron hatten zuvor "die sofortige und bedingungslose Freilassung aller illegal inhaftierten ukrainischen Seeleute" gefordert. Auch die Menschenrechtslage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim und die Anwendung militärischer Gewalt in der Straße von Kertsch sowie missbräuchliche Kontrollen im Asowschen Meer beunruhigten sehr, teilte die Bundesregierung mit. Das Moskauer Ministerium wertete dies als unzulässige Anschuldigungen.

Der russische Küstenschutz hatte Ende November im Schwarzen Meer vor der Straße von Kertsch drei ukrainische Boote mit 24 Mann Besatzung gewaltsam festgesetzt. Die Matrosen befinden sich seitdem in einem Untersuchungsgefängnis in Moskau. Die Regierung in Kiew sprach zuletzt davon, die Matrosen hätten den Status von Kriegsgefangenen und dürften deshalb nicht verurteilt werden. Der Kreml dementierte dies und stellte klar, dass wegen Grenzverletzung ermittelt werde. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte zudem, dass das Vorgehen nicht gegen russische Gesetzgebung verstoße.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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