Politik

"Erste Wohngebäude im September" Russland will Mariupol wieder aufbauen

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Chusnullin hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Plan für den Wiederaufbau von Mariupol vorgelegt.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Wochenlang wird Mariupol von russischen Soldaten belagert und bombardiert. Große Teile der Hafenstadt sind zerstört. Nun gibt Russland Pläne zum Wiederaufbau bekannt. Bis Herbst sollen die ersten Gebäude fertig sein. Was aus dem Asow-Stahlwerk werden könnte, ist auch schon bekannt.

Russland hat Pläne zum Wiederaufbau der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol bekanntgegeben. Die ersten bereits im Bau befindlichen Gebäude sollten bis zum Herbst fertiggestellt sein, sagte Vize-Ministerpräsident Marat Chusnullin dem russischen Fernsehsender RBC. Mariupol war vor seiner Einnahme durch die russischen Truppen wochenlang belagert und bombardiert worden. Dabei wurden große Teile der Stadt zerstört.

Chusnullin sagte nun: "Die ersten Wohngebäude werden im September stehen." Auch sollten bis dahin die ersten Krankenhäuser fertig gebaut sein. Ferner gebe es Pläne für den Wiederaufbau des historischen Zentrums von Mariupol. Dort sollen nach Angaben des Vize-Regierungschefs alle Gebäude restauriert werden, die nicht vollständig durch den russischen Beschuss zerstört wurden.

Chusnullin hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kürzlich einen Plan für den Wiederaufbau von Mariupol innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren vorgelegt. Die Stadt hatte vor Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine im Februar rund 400.000 Bewohner. Chusnullin sagte, bis zum Jahr 2025 solle die Einwohnerzahl wieder auf 350.000 steigen. Er konkretisierte nicht, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Asow-Stahlwerk soll Technologiepark werden

Das Asow-Stahlwerk in Mariupol soll laut Chusnullin jedoch nicht in seiner früheren Größe wiederaufgebaut werden. In der Fabrikanlage hatten früher mehr als 12.000 Menschen gearbeitet. In der Anlage sollten aber auf jeden Fall neue Arbeitsplätze geschaffen werden, kündigte der Vize-Ministerpräsident an. "Höchstwahrscheinlich wird es ein Technologiepark mit Landschaftselementen werden."

Das Stahlwerk war zum Symbol des ukrainischen Widerstands geworden, als die letzten Verteidiger von Mariupol sich dort wochenlang in den unterirdischen Tunneln verschanzt hielten. Auch hunderte Zivilisten fanden dort Zuflucht. Im Mai gaben dann die letzten ukrainischen Kämpfer im Asow-Stahlwerk auf.

Quelle: ntv.de, can/AFP

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